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Landesflagge Tonga
Beziehungen zwischen Tonga und Deutschland

Stand: November 2009

Politische Beziehungen

Die bilateralen Beziehungen sind traditionell freundschaftlich, aufgrund der großen Entfernung zwischen beiden Ländern jedoch nicht sehr intensiv. Sie reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Am 1. November 1876 schloss das deutsche Kaiserreich einen Freundschaftsvertrag mit Tonga ab, der am 1. Juni 1977 erneuert wurde. Diplomatische Beziehungen bestehen seit dem 1. Mai 1976.

Anlässlich der Eröffnung der James Cook Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn wurde Prinzessin Frederica Tuita im August 2009 von der Bundesregierung nach Bonn, München und Berlin eingeladen.

Wirtschaftliche Beziehungen

Die Wirtschaftsbeziehungen zu Tonga sind nicht sehr ausgeprägt. Tongaische Exporte betrugen 2007 lediglich ca. 0,1 Millionen EUR und die Importe 0,5 Millionen EUR. Für Tonga hat jedoch die Beschäftigung von Seeleuten auf deutschen Schiffen eine gewisse Bedeutung.

Entwicklungszusammenarbeit

In der Vergangenheit hatte Deutschland im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit unter anderem den Kauf von Schiffen (Containerschiffs “MV Fuakavenga”, Inselfähre “MV Olovaha”) und die Einrichtung einer Ausbildungsstätte für Seeleute unterstützt. Tonga hat aus dieser Zeit 1,56 Mio. Euro Restverbindlichkeiten. 

Die deutsche Regierung hat 2008 eine Schuldenumwandlung zugunsten eines entwicklungspolitisch relevanten Vorhabens angeboten. Tonga muss danach die Summe der Deutschen Entwicklungsbank nicht zurückzahlen, sondern für die Unterstützung von Projekten nutzen. Im Januar 2009 hat Tonga vorgeschlagen, die Schuldenumwandlung für den Ausbau eines Damms zwischen den beiden Hauptinseln der Ha’apai-Inselgruppe zu verwenden. Diesem Vorschlag hat die Bundesregierung zugestimmt.

Deutschland unterstützt Tonga zudem durch die Durchführung von Kleinstprojekten. In den letzten Jahren wurden schwerpunktmäßig Schulen und Gesundheitseinrichtungen unterstützt. Im Jahre 2009 werden vier Mikroprojekte mit einem Gesamtvolumen von knapp 30.000 Euro durchgeführt, u.a. wird die Computerisierung eines Krankenhaus und eines College unterstützt.

Tonga profitiert überdies von den regionalen Projekten Deutschlands. Zwischen 1994-2008 förderte Deutschland über die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Kooperation mit dem „Secretariat of the Pacific Communities“, SPC) das Projekt „Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft in pazifischen Inselstaaten“.

Als Nachfolgeprojekt läuft seit Januar 2009 das Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“, das zwischen 2009 – 2012 durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region stärken. Das Fördervolumen für die Gesamtlaufzeit von 4 Jahren beträgt 4,2 Mio Euro. Tonga ist eines neben Vanuatu und Fidschi eines der drei Projektländer dieses Projekts.

Ansonsten trägt Deutschland über seine Beiträge zum Europäischen Entwicklungsfonds der EU (deutscher Anteil zwischen 20 und 30%) und an internationale Organisationen zur Entwicklung Tongas bei.

Kulturelle Zusammenarbeit

Im Rahmen des „Just Play“ Programms des Ozeanischen Fußballverbandes (OFC) und der Tongaischen Fußballvereinigung (TFA) hat Deutschland 350 Fußballausstattungen, einschließlich Fußbällen, Schuhen und Trikots im werte von 10.000 Euro zur Förderung des Schulsports zur Verfügung gestellt.





Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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