Thailand
Kultur- und Bildungspolitik
Stand: Oktober 2009
Bildung
Die Bildungspolitik nimmt in Thailand einen hohen Stellenwert ein. Rund 25% des Staatshaushalts gehen in diesen Bereich.
Durch die Anstrengungen in der letzten Jahren ist das von den Vereinten Nationen verabschiedete Milleniumsziel der allgemeinen Grundschulausbildung für Jungen und Mädchen bis 2015 in Thailand bereits erreicht. Thailand will deshalb sein Augenmerk in Zukunft vermehrt auf die Verbesserung der Unterrichtsqualität in den Schulen richten.
Besonders auf dem Lande ist die Lage aufgrund Lehrermangel kritisch. Es fehlen gut ausgebildete Lehrer, die außerhalb Bangkoks arbeiten wollen.
Nach dem sog. „National Education Act“ soll die Schulpflicht von derzeit neun Jahren auf zwölf Jahre verlängert werden.
Die zwölfjährige Schulausbildung ist vierstufig aufgebaut: Nach der ein- bis zweijährigen Vorschule folgt die Grundschule, die sechs Jahre dauert. Die weiterführenden Schulen bieten eine sechsjährige Ausbildung an (jeweils 3 Jahre in der unteren und höheren Sekundarstufe).
Derzeit studieren ca. 1,5 Mio. Studenten an den 78 staatlichen und 69 privaten Universitäten des Landes. Der Hochschulabschluss wird im Schnitt nach vier bzw. sechs Jahren mit dem Bachelor bzw. dem Master erlangt.
Kulturförderung
Die Kulturpolitik Thailands gewinnt seit einigen Jahren an Bedeutung. Unter Federführung des im Jahr 2003 gegründeten Kulturministeriums wurde das Engagement in Forschung und Bildung kontinuierlich ausgeweitet. Thailands kulturelles Erbe ist stärker in das Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gerückt, nicht zuletzt, weil klassische und moderne thailändische Kunst gezielt gefördert werden und der nationale und internationale Kulturaustausch zunimmt.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.