Thailand
Außenpolitik
Stand: Oktober 2009
Grundlagen der Außenpolitik
Die Ecksteine der thailändischen Außenpolitik sind:
a) der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen (insbesondere zu den USA, Japan, den ASEAN-Staaten, China und der EU),
b) die enge sicherheitspolitische Partnerschaft mit den USA,
c) die Stärkung der regionalen Bedeutung Thailands durch wirtschaftliche Zusammenarbeit vor allem mit den wirtschaftlich schwachen Nachbarstaaten Myanmar, Laos und Kambodscha,
d) ein multilaterales Engagement zur regionalen (Association of South East Asian Nations, ASEAN) und globalen Profilierung (Vereinte Nationen) Thailands.
Der Staatsstreich vom September 2006 ebenso wie die zugespitzte innenpolitische Krise 2008 beschädigten das Ansehen des Landes. Während des 15-monatigen Militärregimes kam es zu einem Stillstand der Regierungskontakte mit den westlichen Demokratien, allen voran mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
Nach der Regierungsbildung unter Führung der Democrat Party im Dezember 2008 und insbesondere nach der Beendigung der gewaltsamen Ausschreitungen der dem ehemaligen Premierminister Thaksin nahestehenden außerparlamentarischen Opposition („Rothemden“) im April 2009 hat sich die innenpolitische Lage beruhigt. Hierauf aufbauend widmet sich die Regierung Abhisit wieder verstärkt den bilateralen, regionalen und internationalen Kontakten. Als ASEAN-Präsidentschaft bis Ende 2009 hat sie insbesondere durch die von ihr initiierte ASEAN-Kritik an der Verurteilung von Aung San Su Kyi in Myanmar Profil gewonnen.
Hinweis
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