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Landesflagge Tansania
Beziehungen zu Deutschland

Stand: Juli 2009

Politische Beziehungen

Die deutsch-tansanischen Beziehungen sind problemfrei und freundschaftlich. Deutschland erfreut sich in Tansania beachtlicher Sympathie. Die deutsche Kolonialvergangenheit ist durch die zahlreichen immer noch vorhandenen Bauten und Infrastrukturprojekte im Bewusstsein der Bevölkerung präsenter als in Deutschland. Auch das Wirken der früheren DDR hat sowohl in Festland-Tanganyika als auch in Sansibar positive Erinnerungen hinterlassen, was Deutschland heute zugute kommt. Die guten Beziehungen spiegeln sich wider in einem regen offiziellen Besucheraustausch (zuletzt Arbeitsbesuch von Präsident Kikwete in Berlin im Juli 2006), im privaten Reiseverkehr sowie dem besonderen Engagement Deutschlands im Entwicklungsbereich.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland exportierte 2008 Waren im Wert von 155 Mio. Euro nach Tansania und bezog von dort Waren im Wert von 71 Mio. Euro (deutscher Exportüberschuss von 84 Mio. Euro). Wichtige tansanische Exportgüter sind Kaffee, Tee, Nüsse, Edelsteine und Gold. Es gibt kaum deutsche Direktinvestionen in Tansania.

Wichtige Wirtschaftsabkommen sind das Handels- und Wirtschaftsabkommen vom 06.09.1962 (ohne Meistbegünstigungsklausel), das Schifffahrtsprotokoll vom 11.09.1962, das Investitionsschutzabkommen vom 30.01.1965 sowie das Luftverkehrsabkommen vom 17.11.1981.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Tansania ist seit langem ein Schwerpunktland der deutschen Entwicklungshilfe in Subsahara- Afrika. Die Gesamtzusagen seit 1962 belaufen sich auf rund 1,8 Milliarden Euro. Für den Zeitraum 2009-2011 wurden ca. 150 Mio. Euro zugesagt; hinzu kommen rund vier Mio. Euro staatliche Zuschüsse für entwicklungspolitische Maßnahmen der deutschen Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und politischen Stiftungen in Tansania. Die Mittel werden ausschließlich als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Gesundheit/HIV/Aids, Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie Förderung der lokalen Selbstverwaltung sind die Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit, die ergänzt werden durch die Leistung von zehn Mio. Euro jährlich als allgemeine Budgetunterstützung.

Kulturelle Beziehungen

Die deutsche kulturelle Präsenz in Tansania ist durch die Wiedereröffnung des 1998 geschlossenen Goethe-Instituts im September 2008, die Entsendung eines DAAD-Lektors und eines Leichtathletikexperten gestärkt. Eine wichtige Rolle im deutsch-tansanischen Austausch übernehmen außerdem nicht-staatliche, in Deutschland ansässige Organisationen. Daneben gibt es eine große Zahl von Kirchen- und Schulpartnerschaften, Städtepartnerschaften in geringerem Ausmaß (darunter Eckernförde – Tanga, geplant Hamburg – Daressalam).



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Ansprechpartner in den Wirtschaftsdiensten der deutschen Auslandsvertretungen

Botschaft Daressalam
Dagmar Traub-Evans
Tel.: (00255) 22/211 7409 bis 14
Fax: (00255) 22/211 2944 eMail
www.daressalam.diplo.de

Entwicklungszusammenarbeit

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