Tadschikistan
Kultur- und Bildungspolitik
Stand: September 2009
In Tadschikistan gibt es ca. 3.800 Grund- und Oberschulen mit rund 1,7 Mio. Schülern. Dazu kommen 33 Hochschulen mit rund 154.000 Studierenden. Trotz erkennbarer Anstrengungen der Regierung bleibt die Situation im Bildungswesen aufgrund unzureichender Ausstattung mit Lehrmitteln und schlechter Bezahlung der Lehrkräfte weiterhin problematisch.
Das tadschikische Kulturbewusstsein orientiert sich an der tadschikisch-persischen Literatur. Besonders stolz ist man auf die großen Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler des Mittelalters (Firdausi, Rudaki, Biruni, Avicenna) sowie auf den bedeutendsten Intellektuellen und Schriftsteller der sowjetischen Zeit, Sadriddin Aini.
1989, noch zu Zeiten der UdSSR, wurde ein Sprachengesetz verabschiedet, das Tadschikisch als Staats- und Amtssprache und Russisch als "Sprache zwischennationaler Verständigung" definiert. Tadschikisch breitet sich zunehmend im Sprachgebrauch aus. Russisch wird zurückgedrängt und ist vor allem auf administrativer und wirtschaftlicher Ebene zu finden. Im Jahr 2008 beging Tadschikistan das Jahr der tadschikischen Sprache.
Ende März 2007 hat sich der tadschikische Staatspräsident Rachmonow in Rachmon umbenannt. Auch dies ist als Teil der offiziellen Bemühungen um eine Rückkehr zu landestypischen Traditionen und damit als Beitrag zur Nationenbildung zu verstehen. Einige hochrangige Vertreter des Landes sind seitdem dem Beispiel ihres Präsidenten gefolgt.
Die zu Sowjetzeiten stark subventionierten Künste (Musik, Film, Theater, etc.) entfalten sich langsam wieder nach fast völligem Zusammenbruch während des Bürgerkrieges in den 90er Jahren.
Hinweis
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