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Landesflagge Südafrika
Außenpolitik

Stand: März 2010

Grundlinien der Außenpolitik

Südafrika verfolgt eine schwerpunktmäßig auf die Stabilisierung und Integration Afrikas ausgerichtete Außenpolitik. Wichtigster Dreh- und Angelpunkt ist dabei das südliche Afrika und die 'Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC). Aber auch in der Afrikanischen Union (AU) ist Südafrika einer der wichtigsten Akteure. Die Zusammenarbeit mit anderen Staaten der südlichen Hemisphäre wie China, Indien und Brasilien ist eine weitere wichtige Achse der südafrikanischen Außenpolitik. Südafrika legt Wert auf gute Beziehungen mit den westlichen Industriestaaten. Es tritt mit Nachdruck für die Stärkung des Multilateralismus ein.

Beziehungen zu den Staaten Afrikas

Südafrika sieht sich als größte Wirtschaftsmacht Afrikas und aus historischen Gründen in besonderer Verantwortung, eine führende Rolle bei der Förderung von Frieden und Stabilität in Afrika wahrzunehmen. Den Beziehungen zu anderen afrikanischen Staaten, besonders zu den SADC-Partnern, misst Südafrika entsprechend hohe Priorität zu. Im Mittelpunkt des südafrikanischen Engagements stehen die wirtschaftliche Kooperation und die Lösung politischer Konflikte. Südafrika setzt zur Erreichung dieser Ziele im Rahmen multilateraler Friedensmissionen auch die eigenen Streitkräfte ein. Einen Schwerpunkt seines Engagements zur Krisen- und Konfliktbewältigung bilden Sudan, Simbabwe und die Region der Großen Seen (besonders Demokratische Republik Kongo und bis vor kurzem Burundi).

Southern African Development Community (SADC)

Im SADC-Rahmen verfolgt Südafrika das Ziel einer weit reichenden wirtschaftlichen Integration und beabsichtigt einen weiteren Ausbau der politischen Zusammenarbeit. Das ‚Organ für Politik, Verteidigung und Sicherheit’ soll unter anderem der Konfliktprävention und dem Konfliktmanagement dienen. Auf dem SADC-Gipfel in Lusaka im August 2007 wurde eine multinationale militärische Eingreiftruppe für Friedensmissionen und militärische Einsätze in Afrika beschlossen, die sich weiterhin im Aufbau befindet. 

Beziehungen zu Asien und Lateinamerika

Schwerpunkte setzt die südafrikanische Außenpolitik bei den Beziehungen zu den „Tigerstaaten" Asiens und den „Jaguarstaaten" Lateinamerikas. Seit Juli 2003 arbeitet Südafrika vor allem mit Indien und Brasilien im „IBSA-Rahmen“ vermehrt zusammen. Alle drei Staaten bemühen sich darum, die Zusammenarbeit thematisch zu fokussieren und politische Schwerpunkte zu setzen. Südafrika verfolgt zudem eine vertiefte Zusammenarbeit mit China, unter anderem mit einer regelmäßig tagenden binationalen Kommission. Südafrika muss sich wie auch andere G20-Staaten deutlicher als bislang zu globalen Themen wie Klimawandel, Welthandel, Finanzkrise oder Armutsbekämpfung positionieren. Dies beflügelt die Süd-Süd Kooperation spürbar. Eine Herausforderung ist Südafrikas Position als wichtigstes Land Afrikas, das mit weniger als 50 Millionen Einwohnern bislang sehr erfolgreich um seinen adäquaten Platz neben den Riesen China, Indien, Brasilien und Russland ringt.

Beziehungen zum Norden

Intensiv pflegt Südafrika die Beziehungen zu den großen Wirtschafts- und politischen Partnern in Europa und Nordamerika. Unter der Überschrift "strategische Partnerschaft" wurden Kommissionen mit den USA und Deutschland sowie bilaterale Foren mit Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Schweden und Japan eingerichtet. Dieses Netzwerk seiner Zusammenarbeit baut Südafrika kontinuierlich aus.

Aktivitäten im multilateralen Rahmen

Das internationale Ansehen Südafrikas sowie die damit verbundenen Erwartungen sind hoch. In den vergangenen Jahren hatte Südafrika den Vorsitz in einer Reihe internationaler Organisationen inne: United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD), Southern African Development Community (SADC), Blockfreien Bewegung (G77) sowie im Commonwealth.

Südafrika unterstützt eine breit angelegte Reform der Vereinten Nationen (Reform des Sicherheitsrats, der Generalversammlung und des ECOSOC). Es trägt dabei den "Ezulwini Konsens" der AU mit, also eine Erweiterung des Sicherheitsrats um mindestens zwei ständige sowie um zwei nicht-ständige Sitze für Afrika. Im September 2004 hat Südafrika seine Bereitschaft zur Kandidatur im Falle einer Erweiterung des -Sicherheitsrates erklärt. Im Mai 2006 wurde Südafrika in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gewählt. Von Januar 2007 und bis Dezember 2008 war Südafrika nicht-ständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. 



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Entwicklungszusammenarbeit

Südafrika ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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