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Landesflagge Spanien
Beziehungen zu Deutschland

Stand: Oktober 2009

Politische Beziehungen

Die deutsch–spanischen Beziehungen sind traditionell sehr gut und werden von einer positiven Grundhaltung der Bevölkerung in beiden Ländern getragen. In Deutschland leben heute rund 130.000 Spanier, die ein gutes Beispiel für Integration ohne Aufgabe der eigenen kulturellen Identität darstellen. Umgekehrt leben nach neueren Schätzungen weit über 500.000 deutsche Staatsangehörige dauerhaft, das heißt länger als drei Monate im Jahr in Spanien. Hinzu kommen rund 11 Millionen deutsche Touristen jährlich.

Auf der Ebene der Regierungschefs fanden am 31. Januar 2008 deutsch-spanische Konsultationen in Palma de Mallorca statt. Am 12. und 13. März 2009 tagte in Madrid das 5. Deutsch-Spanische Forum. An ihm nahmen Bundespräsident Köhler und König Juan Carlos I. sowie hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur beider Länder teil.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Handelspartner Spaniens. Die Bundesrepublik nimmt bei den industriellen Direktinvestitionen eine führende Position ein. In Spanien sind über 1.100 deutsche Unternehmen mit Tochterfirmen oder Beteiligungen vertreten, viele davon mit eigener Produktion. Eine wichtige Rolle in den Wirtschaftsbeziehungen spielt auch der deutsche Tourismus mit 11 Millionen deutschen Besuchern pro Jahr.

Kulturelle Beziehungen

Zwischen Deutschland und Spanien herrscht ein reger und intensiver Kulturaustausch. Das Interesse an Sprache und Kultur Spaniens (Literatur, Film) hat in Deutschland stark zugenommen.

Deutschland unterhält in Madrid und Barcelona Goethe-Institute mit Außenstellen in Granada und San Sebastián. Mit Kulturveranstaltungen, Sprachkursen und durch ihre Bibliotheks- und Informationsarbeit tragen sie zur Verbreitung eines vielschichtigen und aktuellen Deutschlandbildes bei.

Das Deutsche Archäologische Institut ist mit einer Abteilung in Madrid vertreten, die für Spanien, Portugal und Nordafrika zuständig ist und seit Jahrzehnten wissenschaftliche Zusammenarbeit in der Region fördert.

Zwischen den Hochschulen beider Länder bestehen über 1500 formelle Kooperationsvereinbarungen. Hunderte von gemeinsamen Forschungsprojekten deutscher und spanischer Institutionen unterstreichen die intensive Zusammenarbeit. Eine wichtige Säule ist dabei die Alexander von Humboldt Vereinigung mit einem dichten Netz ehemaliger Stipendiaten.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst unterhält ein Informationszentrum in Barcelona und ist mit 11 Lektoren an spanischen Universitäten präsent.

Neun deutsche Auslandsschulen in Madrid, Barcelona, Valencia, Bilbao, Sevilla, Málaga, San Sebastián, Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas sowie zwei deutsche Berufsschulen in Madrid und Barcelona mit über 6.000 Schülern leisten einen Beitrag zur interkulturellen Begegnung. Die Schulen werden durch die Entsendung von Auslandslehrkräften und materielle Unterstützung nachhaltig gefördert. Das weltweite Netz von Partnerschulen (PASCH) umfasst auch 23 Schulen in Spanien.Das Deutsche Archäologische Institut unterhält in Spanien eine Abteilung.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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