Slowenien
Wirtschaft
Stand: November 2009
Wirtschaftspolitik
Wirtschaftspolitisch hat Slowenien am 1. Januar 2007 eines der wichtigsten Ziele seit Bestehen des Landes erreicht: Der Euro wurde eingeführt. Slowenien war damit 13. Mitglied der Eurozone und der erste der Mitgliedsstaaten der letzten Beitrittsrunde, der die notwendige wirtschaftspolitische Reife für diesen Schritt erzielt hat. Die Währungsumstellung erfolgte nach einem Big-Bang-Szenario mit nur zweiwöchigem parallelem Umlauf. Obwohl bereits seit März 2006 alle Preise doppelt ausgezeichnet wurden, erhielt der Verbraucherschutzverband mehr als 800 Meldungen von Preiserhöhungen, vor allem bei Dienstleistungen und im Gaststättengewerbe. Sloweniens Wirtschaftswachstum betrug 2007 6,1 Prozent, getragen vor allem von dem erheblichen Anstieg der Exporte (geschätzte 15 Prozent) und boomenden Investitionen (8,6 Prozent). Die jährliche Inflation lag 2007 bei 3,6 Prozent, 2008 bei 2,1 Prozent.
Umweltpolitik
Slowenien ist stolz auf seine vielfältige, letztlich intakte Umwelt (Küsten-, Alpen-, Karstregion, Anfänge der pannonischen Tiefebene; 60 Prozent der des Landes sind Wald) und bemüht sich seit seiner Unabhängigkeit um die Verbesserung des Umweltschutzes.
Eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, der Ausbau eines modernen öffentlichen Verkehrs und der Fernwärme sowie die Umstellung auf Erdgas sollen die von Slowenien angestrebten CO2-Reduktionen im Rahmen des Kyoto-Protokolls ermöglichen.
In der Abfallwirtschaft und beim Abwasser bestehen noch erhebliche Defizite, die innerhalb der Übergangsfristen abgebaut werden müssen. Diese Umweltinvestitionen, häufig mit EU-Geldern, dürften lohnende Geschäftsfelder für deutsche Unternehmen bieten.
Hinweis
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