Startseite

Springe direkt zu: Seiteninhalt:, Zusatzinformationen:, Hauptmenü, Servicemenü, Suche


Landesflagge Slowenien
Kultur- und Bildungspolitik

Stand: November 2009

Kulturpolitik

Kultur als Instrument der Identitätsfindung, aber auch des internationalen Austauschs besitzt für Slowenien großen Stellenwert.

Innerhalb der slowenischen Regierung fällt die Kultur- und Bildungspolitik in die Zuständigkeit von drei Ministerien, dem Ministerium für Schule und Sport, dem Ministerium für Wissenschaft und Hochschulen sowie dem Ministerium für Kultur.

Entsprechend der Verwaltungseinteilung untergliedern sich die öffentlichen Kultureinrichtungen Sloweniens in Betriebe in nationaler oder kommunaler Trägerschaft. Hinzu kommen noch so genannte regionale Kulturbetriebe (hauptsächlich Regionalmuseen, Regionalbibliotheken), die anteilsmäßig von mehreren Gemeinden gemeinsam getragen werden. Außerdem existiert eine reichhaltige unabhängige Kulturszene.

Im Jahr 2007 betrug der Haushalt des Kulturministeriums etwa 167,8 Millionen Euro, was ungefähr zwei Prozent des Gesamthaushaltes ausmacht. Der Prozentsatz hat sich in den letzten zehn Jahren nicht erheblich verändert; die Mittel erhöhen sich jedes Jahr um ungefähr sechs Prozent – die Prognosen für 2008 und 2009 sind ähnlich.

Bildungssystem

Es besteht allgemeine Schulpflicht. Das slowenische Schulsystem beinhaltet eine neunjährige Grundstufe sowie eine vierjährige Gymnasialstufe und es ist folgendermaßen gegliedert:

  • vorschulische Erziehung;

  • Grundschulbildung;

  • Mittelschulbildung (einfache Berufsausbildung, mittlere Berufsschulbildung, mittlere Fachschulbildung, mittlere Allgemeinbildung, voruniversitäre und nachmittelschulische Bildung).

Im Schuljahr 2008/2009 gab es in Slowenien 849 Grundschulen, 142 Mittelschulen und Gymnasien und 70 Fachhochschulen und Fachschulen. Insgesamt lernen an slowenischen Schulen circa 70.000 Schüler Deutsch.

Fast alle Grundschüler (98 Prozent) führen ihren Bildungsgang an einer Mittelschule weiter. In Sonderprogrammen erhalten Schüler mit Grundschulabschluss eine in der Regel zweieinhalbjährige Berufsausbildung mit Abschluss.

Die vierjährige Mittelschule wird abgeschlossen mit dem Allgemeinbildenden oder dem Berufsabitur (Matura), welches zum Studium an den Hochschulen und Universitäten berechtigt.

In Slowenien gibt es derzeit vier wissenschaftliche Hochschulen: die Universität in der Hauptstadt Laibach, die vorwiegend auf technische Wissenschaften ausgerichtete Universität in Maribor, die Universität Primorska, die für das Küstengebiet 2003 in Koper gegründet wurde, und eine nichtstaatliche polytechnische Universität in Nova Gorica Sežana. 2007 wurde in Portorož die Mittelmeeruniversität Center EMUNI gegründet, hier werden bislang nur Sommerhochschulkurse angeboten.

Von insgesamt rund 87.356 Studenten waren für das Studienjahr 2008/2009 an der Universität Laibach etwa 56.000 Studenten eingeschrieben, an der Universität Maribor rund 22.000, an der Universität Primorska circa 5.000 und an der Polytechnischen Universität Nova Gorica rund 500. Hinzu kamen noch ca. 5.000 Studenten an unabhängigen Fakultäten.

Zum Wintersemester 2009/2010 wurde an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Laibach ein neuer interdisziplinärer Master-Studiengang „Deutschland-Studien“ eingerichtet, der teilweise in deutscher Sprache unterrichtet wird, und der einen einsemestrigen Auslandsaufenthalt in Deutschland vorschreibt.

Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An acht Gymnasien in der Republik Slowenien (Gymnasium Bežigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Schulzentrum Kamnik, Wirtschafts-Gymnasium Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Wirtschaftsschule Celje) besteht die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom Stufe C1 der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben. Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist.

Im Rahmen der Partnerschulinitiative, die 2008 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen wurde, werden in Slowenien weitere fünf Partnerschulen von der ZfA und dem Goethe-Institut betreut (vier Gymnasien in Črnomelj, Ljutomer, Murska Sobota und Velenje sowie eine Grundschule in Beltinci).

Seit Ende 2005 wird auch an einer Schule in Laibach (Danila Kumar International School) muttersprachlicher Ergänzungsunterricht nach den Lehrplänen des Landes Baden Württemberg angeboten. Hieran nehmen jährlich rund 30 Kinder teil.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Nützliche Links



Für diese Seite:


Impressum © 1995-2010 Auswärtiges Amt