Slowenien
Beziehungen zu Deutschland
Stand: November 2009
Politische Beziehungen
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Slowenien wurden am 15. Januar 1992 aufgenommen.
Die deutsch-slowenischen Beziehungen sind gut und harmonisch. Die deutsche Unterstützung bei der Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes der Slowenen, ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsprogramm zur Förderung der Demokratisierung und des marktwirtschaftlichen Reformprozesses, die deutsche Hilfe für Sloweniens Beitritt zu NATO und EU sowie der Handel zwischen beiden Staaten tragen dazu bei. In der jüngsten Zeit haben zahlreiche hochrangige Besuche die freundschaftlichen Beziehungen unterstrichen, darunter Besuche von Bundeskanzler Gerhard Schröder 2001 aus Anlass des 10. Jahrestages der slowenischen Unabhängigkeit, von Bundespräsident Johannes Rau 2002 im Vorfeld des Treffens der mittel- und osteuropäischen Präsidenten und von Bundesaußenminister Steinmeier. Weitere Höhepunkte der diplomatischen Beziehungen seitdem waren der Besuch von Bundeswirtschaftsminister Glos und Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer im Juli 2006 und die Teilnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 15. Januar 2007 zum offiziellen Festakt der slowenischen Regierung zur Einführung des Euro sowie die Besuche von Staatspräsident Türk 2008 und von Premierminister Pahor und Außenminister Žbogar 2009.
Im ersten Halbjahr 2008 hatte Slowenien die EU-Ratspräsidentschaft inne.
Wirtschaftsbeziehungen
Die bilaterale Wirtschaftszusammenarbeit ist außerordentlich eng. Deutschland ist mit einem Anteil von rund 25 Prozent am Außenhandelsvolumen der mit Abstand wichtigste Handelspartner Sloweniens. Bei den ausländischen Investitionen in Slowenien rangiert Deutschland auf den ersten Plätzen. Etwa 250 deutsche Unternehmen und Unternehmen mit deutscher Beteiligung sind in Slowenien tätig. Mit umfassender Hilfe haben die Bundesregierung, die Bundesländer, mehrere Kommunen und zahlreiche öffentliche und private Träger den Reformprozess in Slowenien erfolgreich unterstützt.
Aus der seit März 2004 bestehenden Deutschen Kaufmannschaft in Slowenien ist Ende 2006 die Deutsch-Slowenische Industrie- und Handelskammer hervorgegangen, die am 16. Juli 2007 mit einem feierlichen Festakt von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und dem slowenischen Wirtschaftsminister Andrej Vizjak eröffnet wurde.
Kulturelle Beziehungen
Zwischen Deutschland und Slowenien besteht seit Juni 1994 ein Kulturabkommen.
Im Juni 1995 wurde in den Räumen der Technischen Bibliothek der Universität Laibach ein Deutscher Lesesaal eröffnet, der vom Goethe-Institut mittlerweile mit über 5.000 Medieneinheiten (Büchern, Zeitschriften- bzw. Zeitungsabonnements sowie CD-ROMs, CDs und Videos) ausgestattet wurde. Ein slowenischer Lesesaal wurde am 1. Juli 2009 an der Universität Regensburg eröffnet.
Seit dem 22. April 2004 existiert in Laibach ein Goethe-Institut (GI).
Am Lehrstuhl für Germanistik der Universität Laibach ist ein Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) tätig, an der Universität Maribor eine DAAD-Sprachassistentin. Ergänzt wird diese Arbeit durch DAAD-Stipendien, die jährlich auf verschiedenen Wissenschaftsgebieten vergeben werden.
Zum Wintersemester 2009/2010 wurde an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Laibach ein neuer interdisziplinärer Master-Studiengang „Deutschland-Studien“ eingerichtet, der teilweise in deutscher Sprache unterrichtet wird, und der einen einsemestrigen Auslandsaufenthalt in Deutschland vorschreibt.
Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht an Schulen in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An acht Gymnasien in der Republik Slowenien (Gymnasium Bezigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Schulzentrum Kamnik, Wirtschaftsgymnasium Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Wirtschaftsschule Celje) besteht die Möglichkeit, das DSD-Diplom der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben. Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist. 2008 wurden zudem fünf neue Partnerschulen (vier Gymnasien in Črnomelv, Ljutomer, Murska Sobota und Velenje sowie eine Grundschule in Beltinci) gewonnen, an denen der Deutschunterricht von ZfA und GI unterstützt wird.
Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht an Schulen in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An acht Gymnasien in der Republik Slowenien (Gymnasium Bezigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Schulzentrum Kamnik, Wirtschaftsgymnasium Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Wirtschaftsschule Celje) besteht die Möglichkeit, das DSD-C1-Diplom der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben. Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist. 2008 wurden zudem fünf neue Partnerschulen (vier Gymnasien in Črnomelv, Ljutomer, Murska Sobota und Velenje sowie eine Grundschule in Beltinci) gewonnen, an denen der Deutschunterricht von ZfA und GI unterstützt wird.
Hinweis
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