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Landesflagge Samoa
Beziehungen zwischen Samoa und Deutschland

Stand: November 2009

Diplomatische Beziehungen

Deutschland und Samoa haben traditionsreiche Beziehungen. Durch die koloniale Geschichte ist Deutschland in Samoa auch heute noch präsenter als in fast allen anderen Pazifikstaaten. Diplomatische Beziehungen bestehen seit dem 18. Mai 1972.

Höhepunkt im bilateralen Verhältnis während der letzten Jahre war der Besuch des samoanischen Premierministers Tuilaepa Sailele Malielegaoi im Dezember 2003 in Berlin, wo er unter anderem von Bundeskanzler Schröder empfangen wurde. Im September 2007 besuchte der stellvertretende Premierminister von Samoa, Hermann Misa Telefoni Retzlaff, der deutsche Vorfahren hat, die Bundesrepublik Deutschland. Er nahm an einem Südsee-Symposium im Deutschen Historischen Museum in Berlin teil und führte politische Gespräche im Auswärtigen Amt.

Im April 2009 besuchte der Ständige Vertreter von Samoa bei den Vereinten Nationen - im Rahmen einer Reise für Vertreter von Kleinen Inselstaaten - Deutschland und traf dabei auch mit der Bundeskanzlerin und dem Bundesaußenminister zusammen.

Die samoanischen Interessen in Deutschland werden durch die samoanische Botschaft in Brüssel/Belgien wahrgenommen, die deutschen Interessen in Samoa durch die deutsche Botschaft in Wellington/Neuseeland sowie den deutschen Honorarkonsul in Apia. 

Entwicklungszusammenarbeit

Samoa war früher Schwerpunktland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) im Pazifik. Nach Australien, Japan und Neuseeland stand Deutschland lange an vierter Stelle der wichtigsten Geberländer. Die deutschen Leistungen beliefen sich bis 1994 insgesamt auf 68,41 Mio. DM. Ein Großteil der bilateralen EZ ist zwischenzeitlich auf die deutschen Beiträge zum Europäischen Entwicklungsfonds (deutscher Anteil zwischen 20 und 30%) übergegangen.

Darüber hinaus war Samoa in das Regionalvorhaben "Waldwirtschaft in pazifischen Inselstaaten" einbezogen, das die bundeseigene Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) gemeinsam mit dem Sekretariat der Pazifischen Gemeinschaft (SPC) bis 2008 durchführte. Das nachfolgende Regionalvorhaben der GTZ „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ soll zwischen 2009 – 2012 durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region stärken. Das Fördervolumen für die Gesamtlaufzeit von vier Jahren beträgt 4,2 Mio Euro.

Deutschland engagiert sich bilateral weiterhin auf Samoa, insbesondere durch die Förderung von Kleinstprojekten. Im Jahr 2009 hat die Bundesrepublik Kleinstprojekte mit insgesamt knapp 16.000 Euro unterstützt, u.a. wurden zwei Frauenprojekte gefördert, einer Grundschule Stühle, Tische und weitere Ausstattung zur Verfügung gestellt und ein Dorf mit Wassertanks versorgt.

Humanitäre Hilfe

Deutschland hat unmittelbar nach dem verheerenden Tsunami am 29. September 2009, bei dem insgesamt 129 Menschen ums Leben kamen, humanitäre Hilfe in Höhe von insgesamt 100.000 EUR zugesagt. Die Mittel werden - über die neuseeländische Nichtregierungsorganisation OXFAM – für ein Projekt zur Wiederherstellung der Wasserversorgung in vom Tsunami betroffenen Dörfern verwendet.

Kulturelle Zusammenarbeit

Deutschland unterstützt - in einem trilateralen Projekt mit dem neuseeländischen Nationalarchiv - das samoanische Nationalarchiv beim Aufbau von Kapazitäten zur Digitalisierung und Konservierung historischer Bestände. Dem samoanischen Nationalarchiv wird die Ausrüstung zur Verfügung gestellt und die Mitarbeiter werden in Archivierungspraktiken und in der Bedienung der Gerätschaften geschult. Im Juni 2009 besuchte die Leiterin des Nationalarchivs und des Nationalmuseums Samoas das Bundesarchiv sowie verschiedene Völkerkundemuseen in Deutschland und führte Gespräche im Auswärtigen Amt.

Im März 2009 tourte die deutschsingende Band „Kleingeldprinzessin und die Stadtpiraten“ durch Samoa und trat an mehreren Schulen auf, um für die deutsche Sprache zu werben. Seit August 2009 bietet eine deutsche Lehrerin in Kooperation mit dem Goethe Institut in Wellington erstmalig seit dem Ende der Kolonialzeit wieder Deutschuntericht an einer Schule in Apia an.

Bilateraler Handel

Der Warenaustausch mit Samoa bewegt sich auf niedrigstem Niveau. In der Rangfolge der Handelspartner für Deutschland liegt Samoa mit weniger als 100.000 Euro Importen auf Rang 229, als Exportziel mit 0,8 Mio. Euro auf Rang 214 der Handelspartner.



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Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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