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Landesflagge Salomonen
Wirtschaftspolitik

Stand: Oktober 2009

Wirtschaftsstruktur

Die große Mehrheit der Bevölkerung der Salomonen ist in der Landwirtschaft beschäftigt, häufig in kleinen Landwirtschaftsbetrieben in Subsistenz. Ca. 42% des Bruttoinlandsprodukts werden in der Landwirtschaft, ca. 47% im Dienstleistungssektor und ca. 11% im produzierenden Gewerbe erwirtschaftet. Die Salomonen gehörten zu den ärmsten Ländern des pazifischen Raumes.

Aufgrund des Ausbruchs ethnisch motivierter Unruhen und bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen 1999 und 2002 hat die Wirtschaft der Salomonen erheblich gelitten. Die Wirtschaftsleistung pro Kopf ging um etwa ein Drittel zurück. Wichtige Devisenbringer wie eine Goldmine und eine große Palmölplantage mussten geschlossen werden, der Tourismus kam fast zum Erliegen. Die Regierung begegnete den Problemen mit einem Politik- und Strukturreformprogramm, das das Vertrauen der Öffentlichkeit, der Investoren und der Geberländer wiederherstellen sollte. Bisherige Erfolge waren eine Rückführung des Haushaltsdefizits, erhöhte Währungsreserven, Umschuldungen und begründete Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Finanzmarktes.

Außenhandel

Traditionell ist die Wirtschaft vor allem vom Tropenholzexport abhängig, der ca. 60% der Exporterlöse und ca. 25% der Staatseinnahmen ausmacht. Schätzungen zufolge übersteigt die gegenwärtige Abholzungsrate jedoch einen als nachhaltig zu bezeichnenden Holzeinschlag um das Vierfache, so dass die Holzressourcen bis voraussichtlich 2015 aufgebraucht sein dürften. Der Kahlschlag verursacht zudem Bodenerosion.

Hauptexportgüter sind Holz, Fisch und Fischprodukte, Kakao und Kopra. Daneben spielen Kokosnussöl und Erze, insbesondere Gold, eine wachsende Rolle. Hauptabnehmer waren China, Südkorea und Thailand. Hauptimportgüter waren Nahrungsmittel Treibstoff, Maschinen und Konsumgüter. Mehr als 50% der Importe in die Salomonen stammen aus Australien und Singapur.

Aktuelle wirtschaftliche Lage

Mit der Wiederherstellung von Recht und Ordnung, in- und ausländischer Investitionen und dem Beistand vieler Geberländer hat sich die wirtschaftliche Lage auf den Salomonen in den vergangenen Jahren wieder deutlich verbessert. Das Bruttoinlandsprodukt wächst seit 2004 stetig (2007: 10%; 2008: 7,3%). Angesichts des hohen Bevölkerungswachstums müsste das Wirtschaftswachstum 20 Jahre lang 5% jährlich betragen, um die Wirtschaftsleistung (pro Kopf) von Mitte der neunziger Jahre wieder zu erreichen.





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Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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