Salomonen
Bilaterale Beziehungen zwischen den Salomonen und Deutschland
Stand: Oktober 2009
Das bilaterale Verhältnis beider Staaten ist freundschaftlich und problemlos, aber nicht sehr intensiv. Diplomatische Beziehungen bestehen bereits seit dem 11. Juli 1978. Seit 1986 ist für die Bundesrepublik Deutschland ein Honorarkonsul in der Hauptstadt Honiara bestellt.
Die Bundesrepublik leistet Entwicklungshilfe vor allem im Rahmen der Europäischen Union. Vor 1996 finanzierte die Bundesrepublik unter anderem eine Kleinwasserkraftanlage (1,4 Mio. EUR) sowie eine Slip-Anlage für eine Werft (271.000 EUR). Im Übrigen unterstützt Deutschland über seine Botschaft in Canberra die Salomonen weiterhin durch Kleinstprojekte, insbesondere im Bildungsbereich.
Das bilaterale Handelsvolumen belief sich im Jahr 2008 auf gut 3 Mio. EUR. Die Einfuhr von den Salomonen betrug 0,1 Mio. EUR (damit liegen die Salomonen auf Rang 196 der deutschen Handelspartner, was den Import betrifft); die Ausfuhr auf die Salomonen betrug 3,0 Mio. EUR (Rang 196).
Im Außenhandel der Salomonen waren 2005 etwa 7% der Gesamtexporte für die EU bestimmt. Umgekehrt stammen etwa 1,5% der Gesamtimporte der Salomonen aus der EU.
Die EU beteiligt sich finanziell am Wiederaufbau der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Strukturen. Sie ist bereits seit der Unabhängigkeit 1978 im Rahmen der Lomé- bzw. Cotonou-Abkommens auf den Salomonen aktiv. Im Jahr 2001 wurden das AKP-Strategiepapier sowie ein Nationales Indikativprogramm für den Zeitraum 2002-2007 unterzeichnet, das eine finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 14,5 Mio. EUR vorsah. Zusätzlich erhalten die Salomonen Zuschüsse aus den sogenannten STABEX-Fonds. Der Schwerpunkt der Förderung liegt in der Entwicklung der ländlichen Gebiete, Bildung und Transport, insbesondere durch Kleinstprojekte. Im Bildungsbereich arbeitet die EU im Rahmen des Education Sector Investment and Reform Programme (ESIRP) mit den Regierungen Neuseelands und der Salomonen zusammen. Im Transportsektor wird die Seeinfrastruktur mit dem Bau von Anlegeplätzen und Navigationshilfen gefördert.
Anfang 2004 besuchte EU-Entwicklungskommissar Nielson die Salomonen. In diesem Rahmen haben die EU und die Salomonen ein Fischereiabkommen unterzeichnet. Für Zahlung von jährlich 400.000 EUR räumen die Salomonen der EU Fischereirechte ein. 120.000 EUR davon werden für ein Aktionsprogramm zur Förderung der verantwortungsvollen Fischerei in den Gewässern der Salomonen verwendet.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.