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Landesflagge Portugal
Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2010

Politische Beziehungen

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Portugal sind ausgezeichnet. Die Kooperation der Bundesregierung mit der Regierung von Premierminister Sócrates ist eng und konstruktiv. Es gibt gute parlamentarische Kontakte zwischen dem Deutschen Bundestag und der portugiesischen Assembleia da República.

Portugal erweist sich seit jeher als guter europäischer Partner. Es arbeitet in allen wichtigen Dossiers im europäischen Geist mit. Dank enger Abstimmungen vor und während der beiden aufeinanderfolgenden EU-Ratspräsidentschaften im Jahr 2007 haben sich die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Portugal weiter intensiviert. Unter deutscher Ratspräsidentschaft vorbereitet, wurde der Vertrag von Lissabon unter portugiesischer Ägide unterzeichnet.

Im März 2009 stattete Staatspräsident Cavaco Silva Deutschland einen Staatsbesuch ab.

Wirtschaftsbeziehungen

Die deutsch-portugiesischen Wirtschaftsbeziehungen haben in der Vergangenheit sehr stark von der Verlagerung arbeitsintensiver Industrien aus Deutschland nach Portugal profitiert. Deutsche Unternehmen sind seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts mit eigenen Produktions-Standorten präsent und haben bis zum Beginn der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise die jährlichen Ranglisten bei den Brutto-Investitionen (Zuflüsse) angeführt. Im Zuge der Krise haben allerdings der Chiphersteller Qimonda (mit Werk in Portugal) sowie das portugiesische Werk der Schuhfabrik Rohde Insolvenz anmelden müssen. Auch schon früher sind verschiedene deutsche Unternehmen (Textilien, Schuhe, Autozulieferer) an Standorte mit niedrigeren Lohnkosten abgewandert. Neue Bereiche der Zusammenarbeit sind in der Medizintechnik und bei den erneuerbaren Energien erschlossen worden. Deutschland bleibt nach Spanien der zweitwichtigste Handelspartner Portugals (mit einem Anteil von jeweils ca. 13 Prozent der portugiesischen Ex- und Importe).

Kultur- und bildungspolitische Beziehungen

Ausdruck des traditionell regen Austauschs sind die beiden renommierten deutschen Begegnungsschulen in Lissabon und Porto mit insgesamt rund 1700 zumeist portugiesischen Schülern, zwei Goethe-Institute mit einem auf junge Portugiesen zugeschnittenen Programm und etwa 350 Hochschulkooperationen. Wachsendes deutsches Interesse am Forschungsstandort Portugal spiegelt sich in der Gründung einer Tochtergesellschaft der Fraunhofer Gesellschaft im Bereich Schlüsseltechnologien in Porto in 2009 wider. Herausforderung bleibt, den rückläufigen Trend der Deutschschülerzahlen (unter 6000 Deutschschüler in 2006) zu stoppen. Eine leichte Zunahme der Nachfrage nach Deutschunterricht ist dagegen an den Universitäten zu verzeichnen.



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