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Landesflagge Papua-Neuguinea
Außenpolitik

Stand: Oktober 2009

Multilaterale Außenpolitik

Papua-Neuguinea ist das bevölkerungs- und ressourcenreichste Land des Südpazifik. Es versteht sich als Brücke für die Kleinstaaten des Südpazifik zur Außenwelt. Papua-Neuguinea ist Mitglied des Commonwealth, der APECund der WTO, gehört zu den AKP-Staaten, ist ASEAN-assoziiert und Mitglied des alle Pazifikstaaten umfassenden Pacific Island Forums (PIF) sowie der – nur die melanesischen Pazifikstaaten umfassenden - Melanesian Spearhead Group, deren Vorsitz Papua-Neuguinea bis Mai 2008 innehatte. 

Es unterhält diplomatische und konsularische Beziehungen zu rund 80 Staaten. Davon unterhalten 15 Staaten Botschaften beziehungsweise Hochkommissionen in Port Moresby. Unter den verschiedenen Regierungen ist es in der Vergangenheit zu unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen gekommen. So sollte die "Look North Policy" in den 1980er und 1990er Jahren die Beziehungen zu Ost- und Südostasien stärken.

Beziehungen zu einzelnen Staaten

Bilateral wichtigster Partner, sowohl in politischer wie in wirtschaftlicher Hinsicht, ist die frühere Kolonialmacht Australien. Papua-Neuguinea ist auch der größte Empfänger australischer Entwicklungshilfe. Papua-Neuguinea und Australien vereinbarten im Dezember 2003 die Entsendung von australischen Polizisten, Soldaten sowie Beamten in Schlüsselstellungen im Finanz- und Justizministerium. Fragen bezüglich der Immunität der entsandten Kräfte führten zu einer Entscheidung des Obersten Gerichts Papua-Neuguineas, in der das Programm für verfassungswidrig erklärt wurde. Die Entsendung von Beamten in die Finanz- und Justizministerien bleibt erhalten, jedoch nur in beratender Funktion.

Japan ist wirtschaftlich und als Partner in der Entwicklungshilfe von besonderer Bedeutung. Die Beziehungen zu Malaysia und Südkorea sind in erster Linie wirtschaftlich geprägt.

Seit unter Premierminister Morauta die diplomatischen Beziehungen zur Volksrepublik China wieder hergestellt wurden, verfolgt Papua Neuguinea eine Ein-China-Politik und hat die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen. Man ist bemüht, auch die wirtschaftlichen Beziehungen zu China zu intensivieren. In den vergangenen Jahren haben vor allem chinesische Investitionen in Papua-Neuguinea an Bedeutung gewonnen, insbesondere im Bergbausektor.

Mit dem regionalen Nachbarn Neuseeland wurde im Juni 2006 ein Handelsabkommen zum Export von Agrarprodukten (v.a. Ingwer, Betel- und Kokosnüsse) vereinbart. Neuseeland ist traditionell ein in Papua-Neuguinea stark – auch entwicklungspolitisch – engagierter Partner. Bei der Beilegung des Bougainville-Konfliktes hatte sich Neuseeland, zusammen mit Australien, über viele Jahre stark engagiert.

Das Verhältnis zu
Indonesien ist in erster Linie von der sensiblen Lage an der gemeinsamen Landgrenze zur dortigen Region Papua - geographisch der Westteil der Insel Neuguinea - beeinflusst. Ein 2003 erneuertes Abkommen soll die Sicherheit im Grenzgebiet verbessern.

Die Beziehungen zur EU (und damit mittelbar auch zu Deutschland, das bis zum Ende des 1. Weltkrieges Teile von Papua Neuguinea als Kolonie verwaltet hatte) sind vor allem durch substantielle Entwicklungszusammenarbeit gekennzeichnet (siehe auch der Teil Wirtschaft).



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Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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