Panama
Wirtschaftspolitik
Stand: November 2009
Wirtschaftliche Grundbedingungen
Panama, eine Marktwirtschaft mit verfassungsmäßig garantierten Eigentumsrechten, verfügt über wichtige Vorteile, u.a. privilegierte geographische Lage, modernes Finanzzentrum, Anbindung an den Dollar, vergleichsweise geringe Inflation, gute Flugverbindungen, Häfen auf beiden Seiten des Landes, die wichtigste Freihandelszone des Kontinents und den Panamakanal.
Als natürliches Bindeglied zwischen den beiden amerikanischen Subkontinenten und zwischen Atlantik und Pazifik (Panamakanal) ist Panama in erster Linie Transitland. Dementsprechend stark ausgeprägt ist der Dienstleistungssektor (Handels-, Finanz- und Transportwesen), der mit fast 80 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und zum Gesamtexport beiträgt.
Aktuelle Wirtschaftslage
Das Wachstum des BIP nimmt seit Mitte 2002 stetig zu, im Jahr 2008 wurde ein Wert von ca. 8,3% erreicht. Die Wirtschaftskrise geht auch an Panama nicht vorbei, dennoch rechnet man für 2009 mit einem Wachstum von 3%.
Die offizielle Arbeitslosenquote für 2009 liegt bei 8,2%, die tatsächliche übersteigt diese Angaben deutlich. Seit einigen Jahren ist auf dem Arbeitsmarkt eine Tendenz zu einem Anstieg der selbständigen und halboffiziellen Aktivitäten zu beobachten. Der industrielle Mindestlohn liegt, regional unterschiedlich, bei 300 – 325 Dollar.
Investoren haben Panama seit längerer Zeit als einen in der Region attraktiven Standort erkannt. Diese Tendenz hat in den letzten Jahren – auch im Hinblick auf eine verbesserte Transparenz der Ausschreibungen – deutlich zugenommen. 2008 betrugen die ausländischen Direktinvestitionen über 2,4 Mrd. USD. Damit liegt Panama an der Spitze in Zentralamerika.
Die Botschaft rät, vor Investitionsentscheidungen den Kontakt zur örtlichen Handelskammer zu suchen, die über detaillierte Informationen zu landesspezifischen Chancen, aber auch Risiken verfügt.
Kontakt zur HandelskammerAußenhandel
Panama hat traditionell eine negative Handelsbilanz, die durch Dienstleistungsexport (Kanaleinnahmen 2007: 1.765 Mio. USD, 2008 2.007 Mio. USD Freihandelszone Colon (2007): Import 7.633 Mio. USD, Reexport 8.523 Mio. USD – 2009- Januar – Juli: Import 9,3 Mio. USD, Reexport 10,4 Mio. USD) und Kapitalimport ausgeglichen wird.
Bedeutendste Handelspartner sind die USA und die regionalen Nachbarn Costa Rica sowie Nicaragua. Traditionelle Handelsgüter wie Bananen, Kaffee und Fischereierzeugnisse haben daran den größten Anteil. Importiert werden Ausrüstungsgüter, Ölprodukte und Fertigerzeugnisse aller Art. Deutschland importierte 2008 aus Panama Güter für 262,7 Mio. EUR, Panama im selben Zeitraum aus Deutschland Waren für 262,7 Mio. EUR.
Wirtschaftsabkommen mit anderen Staaten
Panama hat mit den anderen zentralamerikanischen Staaten Freihandelsabkommen abgeschlossen, die jedoch noch nicht alle in Kraft getreten sind. Freihandelsabkommen bestehen darüber hinaus mit Chile, Singapur und Taiwan. Das im Dezember 2006 ausgehandelte Abkommen mit den USA bedarf noch der Ratifizierung durch die USA, Verhandlungen mit Kanada sind im wesentlichen abgeschlossen. Die seit Juli 2009 amtierende Regierung hat sich gegen einen Beitritt zur zentralamerikanischen Wirtschafsintegration SIECA ausgesprochen. Seit August 2006 ist Panama zudem Mitglied des Banco Centroamericano de Integración Económica (BCIE). Außerdem ist Panama Beobachter des Andenpakts, des Mercosur und der NAFTA. Panamas Zugehörigkeit zur Caribbean Basin Initiative (CBI) eröffnet Panama bevorzugten Zugang zum US-Markt. .Von dem von der Vorgängerregierung angestrebten Beitritt zu Petrocaribe hat sich Panama wieder distanziert.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.