Panama
Außenpolitik
Stand: November 2009
Grundzüge der Außenpolitik
Geschichtliche, geographische und wirtschaftliche Gründe machen die USA zum wichtigsten Partner der panamaischen Außenpolitik. Die Beziehung ist aufgrund des ungleichen Kräfteverhältnisses jedoch immer zwiespältig gewesen.
Nach den Terroranschlägen in den USA wurde die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, insbesondere gegen illegale Geldbewegungen sowie Drogenhandel, intensiviert.
Ein Handelsförderungsabkommen, das im Dezember 2006 unterzeichnet wurde, harrt auch nach den Regierungswechseln in beiden Ländern weiterhin der Ratifizierung durch die USA.
Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Kanada wurden im wesentlichen abgeschlossen.
Panama unterhält und pflegt diplomatische Beziehungen zu allen lateinamerikanischen Staaten, unabhängig von deren politischer Ausrichtung.
Vor dem Hintergrund der sich aus der Drogenkriminalität ergebenden Bedrohungen hat die Regierung die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen mit Kolumbien und Mexiko intensiviert. Mit ähnlicher Zielsetzung wurde beim Staatsbesuch des Präsidenten Costa Ricas Ende Oktober 2009 ein Assoziationsabkommen mit dem Nachbarland unterzeichnet.
Diplomatische Beziehungen unterhält es zu Taiwan – im Austausch gegen großzügige Wirtschaftshilfe. Die Volksrepublik China, zweitwichtigster Nutzer des Panamakanals, ist lediglich mit einer Handelsdelegation in Panama vertreten.
Panama ist Mitglied aller Organisationen der VN-Familie und selbst Regionalsitz vieler VN-Organisationen (3. amerikanischer VN-Standort nach USA und Chile). Es arbeitet in einer Vielzahl regionaler Initiativen (OAS, SICA, SELA , Rio- und Contadora-Gruppe u.a.) mit und ist selbst seit 2004 Sitz des lateinamerikanischen Parlaments (PARLATINO), welches durch die EuroLat-Initiative mit dem Europäischen Parlament verbunden ist. Die Mitarbeit im zentralamerikanischen Parlament PARLACEN hat die seit Juli 2009 amtierende Regierung eingestellt.
Beziehungen zur Europäischen Union
Die EU führt seit 1984 mit den Staaten der San José-Gruppe (Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama und Belize; Kooperationspartner: Mexiko, Kolumbien und Venezuela) einen regelmäßigen politischen Dialog.
An den von der EU und Zentralamerika aufgenommenen Verhandlungen über den Abschluss eines umfassenden Assoziierungs- und Freihandelsabkommens nimmt Panama als Beobachter teil. Die neue Regierung hat sich gegen einen Beitritt zum regionalen wirtschaftlichen Zusammenschluss SIECA festgelegt und sucht in Gesprächen mit der EU-Kommission einen Weg, gleichwohl Vollmitglied des künftigen Assoziierungsabkommens werden zu können.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.