Die deutsch-nigerianische Energiepartnerschaft – ein Gewinn für beide Seiten
Die Leistungen der deutschen und der nigerianischen Energiewirtschaft können sich gegenseitig ergänzen, so dass alle von der Zusammenarbeit profitieren – diese Grundidee steht am Beginn der deutsch-nigerianischen Energiepartnerschaft.
Nigeria benötigt Unterstützung beim Aufbau einer verlässlichen Stromversorgung, die deutsche Industrie kann dafür intelligente Lösungen anbieten. Deutschland wiederum versucht seine Gaslieferungen zu diversifizieren und Nigeria hat große, noch weitgehend ungenutzte Gasreserven.
Ölförderung im Niger-Delta in Nigeria
(picture-alliance/dpa)
Angesichts dieser Chancen wurde 2007 in Gesprächen des nigerianischen Staatspräsidenten Yar'Adua mit Minister Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel die Idee der deutsch-nigerianischen Energiepartnerschaft geboren.
In einer Reihe von Konferenzen in Deutschland und Nigeria haben die beiden Regierungen und die beteiligten deutschen und nigerianischen Firmen konkrete Projekte identifiziert. Sie sollen die Stromversorgung in Nigeria verbessern und Flüssiggasexporte aus Nigeria nach Deutschland erhöhen. Im August 2008 wurde in Nigeria eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, in der beide Regierungen sich für eine verstärkte Zusammenarbeit im Energiesektor aussprechen.
Zur Zeit wird an einer Umsetzung der vereinbarten Projekte gearbeitet. Das Auswärtige Amt unterstützt im Rahmen der Partnerschaft ein Ausbildungsprojekt der nigerianischen Stromgesellschaft, um das Ausbildungsniveau in nigerianischen Kraftwerken zu erhöhen und damit einen nachhaltigen Beitrag für eine bessere Stromversorgung in Nigeria zu leisten.
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Stand 21.10.2009