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Landesflagge Nepal
Beziehungen zwischen Nepal und Deutschland

Stand: Oktober 2009

Politische Beziehungen

Die bilateralen Beziehungen sind eng und freundschaftlich. In den 50 Jahren nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen ist ein vielfältiges Geflecht von Beziehungen auch im nichtoffiziellen Bereich entstanden. Kernelement der offiziellen Beziehungen ist der politische Dialog mit der Gastregierung und anderen Akteuren des öffentlichen Lebens in Nepal. Deutschland hat den Demokratisierungsprozess in Nepal nachdrücklich unterstützt und unterstützt jetzt ebenso den Friedensprozess. 

Am 10. April 2008 haben Wahlen zur Verfassungsgebenden Versammlung stattgefunden. Bis zum 10. Mai 2010 soll von ihr ein Verfassungsentwurf ausgearbeitet werden.

Der nepalesische Außenminister Yadav besuchte vom 10. bis zum 12. März 2009 Deutschland und wurde am 11.03.2009 zu einem Gespräch mit Staatsminister Gloser im Auswärtigen Amt empfangen.

Weitere wichtige Komponenten sind die Entwicklungszusammenarbeit, der bilaterale Handel und die kulturelle Kooperation.

Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist für Nepal einer der wichtigsten Absatzmärkte, insbesondere für Teppiche und Textilprodukte. Nepal importiert aus Deutschland vor allen Dingen Maschinen und industrielle Produkte. Der traditionelle Überschuss in der bilateralen Handelsbilanz zugunsten Nepals ist ein marktwirtschaftlicher Beitrag zur Entwicklung des Landes.

Ein Investitionsabkommen besteht seit Oktober 1986. Die 1990 gegründete Deutsch-Nepalesische Industrie- und Handelskammer in Kathmandu fördert die kommerziellen Interessen Nepals.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Nepal ist ein wichtiges Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die drei am Ziel der Armutsbekämpfung orientierten Schwerpunktsektoren sind erneuerbare Energie (Wasserkraft und Biogas), Kommunalentwicklung und das Gesundheitswesen. Zudem unterstützt Deutschland auch durch Beratungsleistungen und eine Beteiligung am „Nepal Peace Trust Fund“ den Friedensprozeß im Land. Über sein bilaterales Engagement hinaus ist Deutschland durch Beitragszahlungen und andere finanzielle Leistungen auch maßgeblich an den Entwicklungshilfeleistungen der internationalen Organisationen in Nepal beteiligt.

Kulturaustausch

1992 wurde zwischen Nepal und Deutschland ein Kulturabkommmen unterzeichnet, in dessen Rahmen zahlreiche, vorwiegend auf Kulturerhalt zielende Projekte abgewickelt wurden und werden. Nach der Schließung des Goethe-Instituts in Kathmandu wurde 1997 ein "Goethe-Zentrum Kathmandu" gegründet, über dessen Status im Oktober 2001 eine Vereinbarung unterzeichnet wurde. Deutsch wird auch an der Tribhuvan-Universität in Kathmandu unterrichtet.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist mit einem eigenen Büro in Kathmandu vertreten. Gemeinsam mit nepalesischen Partnerorganisationen aus Medien, Wissenschaft und Politik führt sie Veranstaltungen und Projekte in Nepal durch und war im Vorfeld der Wahlen am 10.04.2008 mit Programmen zur Wählerschulung aktiv. Sie organisiert jetzt Veranstaltungen und Diskussionen über die neue Verfassung, die hier zum 10.05.2010 von der Verfassungsgebenden Versammlung ausgearbeitet werden soll.

Das Deutschlandbild in den Medien ist positiv. Bereits seit 1975 besteht ein Kooperationsabkommen zwischen der Deutschen Welle und Radio Nepal. In der Regel werden jedes Jahr mehrere nepalesische Journalisten zu Informationsprogrammen nach Deutschland eingeladen.

Wissenschaftsaustausch

Nepal ist auch Schwerpunktland der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Bisher wurden über 40 Forschungsvorhaben finanziert. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt regelmäßig Stipendien. Eine Repräsentanz des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg, das Nepal Research Center, mit einem inzwischen abgeschlossenen Projekt zur Mikroverfilmung tibetischer und newarischer Schriften, zwei Organisationen nepalesischer Stipendiaten, mehrere Freundschaftsvereinigungen in Kathmandu und Deutschland (insbesondere die Deutsch-Nepalesische Gesellschaft in Köln) sowie Ausgrabungen deutscher Archäologen leisten wichtige Beiträge zu den deutsch-nepalesischen Kulturbeziehungen.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Nützliche Links

Entwicklungszusammenarbeit

Nepal ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen vor allem in drei Bereichen: Gesundheitswesen, kommunale Selbstverwaltung und erneuerbare Energien. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Ansprechpartner in den Wirtschaftsdiensten der deutschen Auslandsvertretungen

Botschaft Kathmandu
Botschafterin Verena Gräfin von Roedern
Tel.: (00977) 1/4412786
Fax: (00977) 1/4416899 eMail
www.kathmandu.diplo.de


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