Namibia
Außenpolitik
Stand: März 2009
Grundlinien der Außenpolitik
Namibias Außenpolitik ist stark multilateral orientiert. Aufgrund seiner Entstehungsgeschichte fühlt sich das AKP-Mitglied (AKP: Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten) den Vereinten Nationen (VN), der Afrikanischen Union und generell strikter afrikanischer Solidarität verpflichtet. Als Mitglied von SADC (Southern African Development Community) setzt sich Namibia aktiv für die Förderung der regionalen Integration ein. Der Ausbau der Beziehungen zu den unmittelbaren Nachbarn steht im Vordergrund.
Beziehungen zu Südafrika
Aufgrund seiner extrem hohen wirtschaftlichen Abhängigkeit von Südafrika (Importabhängigkeit weit über 80 %) bleibt der Nachbar im Süden Namibias wichtigster Partner. Mit Südafrika ist Namibia ebenfalls durch eine Zoll- und Währungsunion im Rahmen von SACU (Southern African Customs Union) verbunden. Seit August 2004 ist Windhuk Sitz des SACU-Sekretariats.
Beziehungen zur EU
Die EU ist wichtigster Entwicklungshilfepartner und nach Südafrika wichtigster Handelspartner. Unter den EU-Mitgliedstaaten ist Deutschland der größte bilaterale Geber. Die bedeutendsten Wirtschaftspartner sind Großbritannien (Diamanten- und Rindfleisch) und Spanien (Fisch).
Beziehungen zu den USA
Namibia ist auch an einem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA interessiert. Dabei geht es Namibia vor allem um stärkeren Zugang zum amerikanischen Markt im Rahmen von AGOA (Africa Growth and Opportunities Act).
Beziehungen zu Asien
Hier stehen die Beziehungen zu China im Vordergrund. Das gilt vor allem für die Wirtschaftsbeziehungen, die zielstrebig ausgebaut werden, u.a. Lieferung von chinesischen Lokomotiven und Durchführung von Bauaufträgen durch chinesische Firmen. Namibia bemüht sich ebenfalls um Weiterentwicklung der Kontakte zu Indien und den südostasiatischen Schwellenländern.
Namibia in internationalen Organisationen
Namibia gehört in der Afrikanischen Union wie den Vereinten Nationen zu den pünktlichen Beitragszahlern und beteiligt sich auch an friedenserhaltenden Maßnahmen, zuletzt durch den Einsatz von 800 Soldaten für UN-Friedensmissionen in Liberia. Namibia ist weiterhin Mitglied von SADC, SACU und dem Commonwealth.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.