Startseite

Springe direkt zu: Seiteninhalt:, Zusatzinformationen:, Hauptmenü, Servicemenü, Suche


Landesflagge Mosambik
Beziehungen zu Deutschland

Stand: Oktober 2009

Politische Beziehungen

Die diplomatischen Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland bestehen seit 1976 und sind frei von Problemen. Mosambik unterhielt intensive Beziehungen zur früheren DDR. Viele Mosambikaner haben dort studiert, ca. 20.000 waren als so genannte Vertragsarbeiter in der damaligen DDR tätig. Die Qualität der Beziehungen wird durch zahlreiche gegenseitige hochrangige Besuche belegt. Im April 2006 hat Bundespräsident Köhler Mosambik einen Staatsbesuch abgestattet, Staatspräsident Guebuza besuchte Deutschland im November 2007.

Seit Beendigung des Bürgerkrieges 1992 beteiligte sich Deutschland an führender Stelle beim Wiederaufbau des Landes. Die deutsche Seite engagierte sich anfangs vor allem bei der Förderung demokratischer Strukturen (auch mit Hilfe der Friedrich-Ebert- und der Konrad-Adenauer-Stiftung), der Reintegration demobilisierter Soldaten, der Rehabilitierung zerstörter Infrastruktur und der Minenräumung. Deutschland leistete bei den Überschwemmungen von 2000, 2001, 2007 und im Februar 2008 beträchtliche humanitäre Katastrophenhilfe, ebenso 2007 nach dem Durchzug des Zyklons Favio.

Entwicklungszusammenarbeit

Zwischen der deutschen und mosambikanischen Regierung werden regelmäßig Regierungskonsultationen und -verhandlungen zur Entwicklungszusammenarbeit (EZ) durchgeführt. Im Mai 2009 wurde der Rhythmus auf dreijährige Zusagen umgestellt. Insgesamt wurden der Republik Mosambik seit Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 1980 über 900 Mio. Euro an EZ-Mitteln zur Verfügung gestellt bzw. zugesagt. Daneben kommen Mosambik beträchtliche multilaterale Leistungen unter deutscher Beteiligung, vor allem über die Europäische Union und die Weltbank, zugute.

Bei den letzten Regierungsverhandlungen 2009 hat die deutsche Seite für den Dreijahreszeitraum 2009 bis 2011 EZ-Mittel in Höhe von 93,5 Mio. Euro zugesagt davon 15 Mio. Euro als Budgethilfe für 2010. Hinzu kommen weitere 20 Mio. Euro aus einer Vorgriffs- bzw. Sonderzusage vom Dezember 2008 für die drei Schwerpunktbereiche sowie HIV/AIDS. Deutschland ist damit fünftgrößter bilateraler Geber. Im Zuge einer mit der mosambikanischen Regierung vereinbarten Schwerpunktsetzung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich diese auf die Bereiche Dezentralisierung für ländliche Entwicklung, Bildung einschließlich beruflicher Bildung sowie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Mosambik wurde von der Bundesregierung als eines der vier Pilotländer für die Umsetzung des "Aktionsplanes 2015" ausgewählt. Ziel dieses verschiedene Politikfelder umfassenden Maßnahmenpakets ist die Halbierung der Armut in ausgewählten Entwicklungsländern bis zum Jahr 2015.

Neben der bilateralen staatlichen Zusammenarbeit führen zahlreiche deutsche Nichtregierungsorganisationen breit gefächerte entwicklungspolitische Aktivitäten in Mosambik durch.

Wirtschaftsbeziehungen

Der Wirtschaftsaustausch zwischen Deutschland und Mosambikist nur sehr schwach entwickelt. So betrug die Summe von Im- und Exporten im Jahr 2008 insgesamt 125,3 Mio. Euro. Wichtigstes Importprodukt für Deutschland ist Aluminium. Wichtige Exportgüter sind Maschinen, Fabrikationsanlagen, Kraftfahrzeuge und chemische Güter. Da ein Großteil der Exporte über deutsche Tochterfirmen in Südafrika erfolgt, werden diese dem Außenhandel Südafrikas zugerechnet. Für Mosambik gehört Deutschland zu den zehn wichtigsten Handelspartnern.

Ein bilaterales Investitionsschutzabkommen ist am 15. September 2007 in Kraft getreten.

Kulturelle Beziehungen

Für die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Mosambik sind vor allem die zahlreichen Mosambikaner, die als Studenten oder Vertragsarbeiter in der damaligen DDR gelebt haben, ein wichtiges Bindeglied. Sie sprechen vielfach noch Deutsch und haben sich in Ehemaligenorganisationen zusammengeschlossen. Das 2003 gegründete Deutsch-Mosambikanische Kulturinstitut-Goethezentrum ICMA bietet ein regelmäßiges Kulturprogramm sowie Sprachkurse an. Ein bilaterales Kulturabkommen ist im Oktober 2009 in Kraft getreten. Seit September 2009 besteht ein DAAD-Fachlektorat an der Pädagogischen Universität Maputo.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Artikel zu Mosambik

Entwicklungszusammenarbeit

Mosambik ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Nützliche Links



Für diese Seite:


Impressum © 1995-2010 Auswärtiges Amt