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Landesflagge Montenegro
Wirtschaft

Stand: Juli 2007

Wirtschaftslage, Wirtschaftspolitik

Die montenegrinische Wirtschaft befindet sich weiter in der Transitionsphase zwischen sozialistischer Wirtschaft und sozialer Marktwirtschaft. Hierbei sind in den letzten Jahren deutliche Erfolge zu verzeichnen. Der Tourismus ist klarer Schwerpunkt der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung. In diesem Bereich gibt es deutliche Fortschritte. Probleme gibt es aber nach wie vor bei der Modernisierung und Privatisierung der früheren staatlichen Großindustrie und der Energiewirtschaft. Durchschnittseinkommen der Bevölkerung und Kaufkraft sind weiter gering.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Der Tourismus ist klarer Schwerpunkt der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung und zeigt wieder deutliche Zuwachsraten bei den Besucherzahlen. Dies gilt insbesondere für die Hochsaison, in der die Infrastruktur des Landes (Straßen, Wasser, Abfall, Abwasser, Strom) bis an ihre Grenzen getestet wird. Zahlreiche Hotels wurden privatisiert, modernisiert oder neu gebaut. Der durch die politischen Krisen der Region ausgelöste Einbruch in diesem Bereich ist überwunden.

Das mit 620.000 Einwohnern relativ kleine Land steht weiterhin vor großen industriellen Strukturproblemen: Von der früheren sozialistischen Großindustrie befinden sich insbesondere die Metallindustrie, die Werften, die Holzverarbeitung, der Bergbau und der Energiebereich in einer schwierigen Lage. Einige dieser Unternehmen haben die Produktion eingestellt oder sind stark defizitär.

Dagegen konnte das in den 70er Jahren errichtete Aluminiumkombinat Podgorica (KAP) privatisiert werden. Es erbringt ca. 50% der industriellen Produktion des Landes. Der erforderliche Modernisierungsprozess ist jedoch insbesondere in den Bereichen Umweltschutz und Personal (teilweiser Abbau, Abfindungen) noch nicht abgeschlossen. Aufgrund der hohen internationalen Aluminiumpreise scheint KAP gut im Markt zu liegen.

Das Gefälle zwischen arm und reich ist in Montenegro sehr groß. Gehälter und Löhne der abhängig Beschäftigten betragen im Durchschnitt nur ca. 300 Euro/Monat.Inzwischen steigen vor allem die Gehälter in der privaten Wirtschaft.

Der Tourismus soll den Schwerpunkt der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung des Landes bilden. Hier sind hohe Modernisierungsinvestitionen notwendig. Montenegro unternimmt große Anstrengungen, seine frühere gute Stellung im Tourismusbereich wieder zu erreichen. Das Land hat hierfür aus geographischen und kulturellen Gründen sehr gute Voraussetzungen. Am interessantesten dürfte der Flug- und Individualtourismus sein. Montenegro versucht die obere Kategorie in der Hotellerie stärker auszubauen. Aber noch immer bevölkern, besonders in der Hochsaison, noch viele Touristen aus dem regionalen Umfeld mit eher knappem Budget die Strände. Zunehmend besuchen auch russische Touristen das Land.

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Die Zahl der Besucher aus Deutschland steigt wieder kontinuierlich an. Das Land nimmt regelmäßig an der Internationalen Tourismusbörse in Berlin teil. Die Infrastrukturmaßnahmen an der Küste durch die deutsche Technische Zusammenarbeit (Schwerpunkt Wasserversorgung) sollen insbesondere die Rahmenbedingungen für den Tourismus verbessern. Mit maßgeblicher deutscher Hilfe wurde ein “Masterplan Tourismus“ für Montenegro erstellt, der derzeit überarbeitet wird. Er soll die Grundlage für eine geordnete, nachhaltige touristische Entwicklung des gesamten Landes darstellen und größere Investitionen auslösen.

Für beide Seiten erfolgreich war bisher die Privatisierung der Montenegro Telekom, die im März 2005 von der ungarischen Matav, Tochter der Deutschen Telekom, übernommen wurde.

Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Montenegro ist seit seiner Unabhängigkeit wichtigen internationalen Institutionen beigetreten, darunter der Weltbank und dem IWF. Weitere Mitgliedschaften, darunter in der WTO, werden für die nahe Zukunft angestrebt.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Ansprechpartner in den Wirtschaftsdiensten der deutschen Auslandsvertretungen

Botschaft Podgorica
Botschafter Dr. Thomas Schmitt
Tel.: (00381 81) 66 72 85
Fax: (00381 81) 66 72 85 eMail

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