Monaco
Wirtschaft
Stand: Oktober 2009
Wirtschaftslage
Das Bruttoinlandsprodukt von Monaco lag im Jahr 2007 bei 4,37 Milliarden Euro und somit 60.000 Euro pro Kopf. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor. Die Inflationsrate betrug im Jahr 2007 1,9 Prozent und die Arbeitslosenrate lag bei Null Prozent.
Haupteinnahmequelle sind Mehrwertsteuer, Körperschaftssteuer, Steuer auf wirtschaftliche und juristische Transaktionen sowie diverse andere Steuerquellen. Eine Einkommenssteuer wird nicht erhoben.
Die früher für die Staatseinnahmen bedeutenden Staatsmonopole (Spielbank, Briefmarken, Tabaksteuer) spielen heute nur noch eine geringe Rolle.
Monaco ist eines der wenigen Länder ohne Staatsverschuldung. Im Falle einer defizitären Jahresbilanz wird diese durch eine Entnahme aus dem Staatsvermögen ausgeglichen.
Mit Inkrafttreten der Währungsunion wurde der Euro als Währung eingeführt, Monaco gibt eigene Euromünzen heraus.
Das Land hat in den letzten beiden Jahren große Anstrengungen unternommen, um den Vorwurf mangelnder Bankenaufsicht und damit verbundener Geldwäschemöglichkeit zu entkräften.
Wichtigste Wirtschaftszweige
Bezogen auf den Gesamtumsatz von Monaco stellen Tourismus und Handel mit 39 Prozent den größten Wirtschaftszweig dar, gefolgt vom Banken- und Finanzsektor mit 15 Prozent, dem Immobilien- und Baugeschäft (9 Prozent), dem Industriesektor (8 Prozent) sowie dem Schifffahrtssektor (4 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten übersteigt die der Einwohner Monacos (rund 34.000) und beträgt insgesamt rund 42.500.
Infrastruktur
Ein großer Anteil der Staatsausgaben wird für den Ausbau der Infrastruktur verwandt.
Wissenschaft und Technologie
Monaco weist im Telekommunikationssektor eine führende Stellung auf; das Fürstentum ist in der Entwicklung neuester Kommunikationstechniken ein Spitzenreiter. Monaco Telecom baute das erste UMTS-Netz Europas auf.
Seit 2006 existiert die von Fürst Albert II gegründete Umweltstiftung „Fondation Prince Albert II de Monaco“, deren deutscher Zweig „Freunde der Stiftung Fürst Albert II“ im Februar 2009 eröffnet wurde. Das Tätigkeitsspektrum dieser Stiftung umfasst den Klimawechsel, Biodiversität und Wasser.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.