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Landesflagge Mexiko
Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland

Stand: November 2009

Politische Beziehungen

Bereits Alexander von Humboldts Bericht über seine Mexiko-Reise von 1803/4  hat die Faszination Deutschlands an Mexiko geweckt. Sie ist seither ungebrochen. Umgekehrt erfreut sich auch Deutschland traditionell hohen Ansehens in Mexiko. Nach dem Fall der Mauer und der Vollendung der deutschen Einheit ist dies noch spürbar gestiegen. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hat Deutschland in Mexiko einen weiteren Sympathiezuwachs beschert.

Deutschland wird als privilegierter Partner in Europa angesehen, von dem man ein starkes wirtschaftliches, politisches und kulturelles Engagement in Mexiko erwartet. Auf der Grundlage einer zwischen beiden Außenministerien im April 2007 unterzeichneten Gemeinsamen Erklärung werden die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen intensiviert. Deutsche offizielle Besucher, besonders Wirtschaftsdelegationen aus vielen Bundesländern, werden in Mexiko sehr positiv aufgenommen.

Mexiko-Stadt und Berlin sowie die Bundesländer Jalisco und Bayern sind durch einen Partnerschaftsvertrag verbunden.

Der mexikanische Staatspräsident Felipe Calderón besuchte Deutschland am 25. Januar und vom 06.-08. Juni 2007 im Rahmen seiner Teilnahme am G8-plus O5-Gipfel in Heiligendamm.
Im Mai 2008 besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel Mexiko (auf dem Rückweg vom EU-Lateinamerika-Gipfel in Lima/Peru). Im Oktober 2008 besuchte Ole von Beust in seiner Funktion als Bundesratspräsident Mexiko-Stadt und Veracruz.

Wirtschaftsbeziehungen

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Mexiko stehen auf einer soliden Basis. 

Der Handelsaustausch erreichte auch 2008 ein Volumen von über 12 Mrd. Euro Insbesondere in der Chemie-, Pharma und Elektroniksparte sowie vor allem der Automobilindustrie besteht ein traditioneller bilateraler Handel. In der Auflistung aller Ursprungsländer für deutsche Importe lag Mexiko 2008 auf Platz 32 und in der Rangfolge aller Zielländer deutscher Exporte auf Rang 30. 

Etliche deutsche Traditionsunternehmen schenken dem Wirtschaftsstandort Mexiko teilweise bereits seit Jahrzehnten ihr Vertrauen. Sie haben in Mexiko wichtige Niederlassungen aufgebaut, beschäftigen insgesamt über 120.000 Mitarbeiter im Land und tragen zum mexikanischen BIP bei.

Entwicklungszusammenarbeit

Der Schwerpunkt der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Mexiko liegt im Umweltsektor mit den drei Komponenten Abfallwirtschaft/Altlasten, Erneuerbare Energien und Umweltinformationen.

Kulturelle Beziehungen

Die kultur- und bildungspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Mexiko basieren auf einer langen Tradition. Sie haben seit dem bereits erwähnten historischen Aufenthalt Alexander von Humboldts in Mexiko in den Jahren 1803 und 1804 eine wichtige Stellung im deutsch-mexikanischen Verhältnis.

Mexiko ist ein Schwerpunktland der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, in dem alle wichtigen Kulturmittler vertreten sind.

Das Goethe-Institut spielt in der kulturellen Zusammenarbeit eine herausgehobene Rolle. Das 1966 in Mexiko-Stadt gegründete Institut bietet neben intensiver Spracharbeit ein qualitativ hochstehendes, modernes Kulturprogramm. Ein weiteres, kleineres Goethe-Institut besteht in Guadalajara. Deutsch-mexikanische Kulturzentren wirken ferner in Monterrey und San Luis Potosí. Höhepunkte der Veranstaltungen im Jahr 2009 waren u.a. die Theateraufführungen des Stückes „Iwanow“ der Volksbühne Berlin und eine Ausstellung des Künstlers Wolfgang Laib im neu eröffneten Museum für Zeitgenössische Kunst der Nationaluniversität.

Der DAAD unterhält seit 2001 eine seiner weltweit 14 Außenstellen in Mexiko-Stadt. Die vielfältigen Aktivitäten in der dynamischen und prosperierenden Hochschullandschaft Mexikos werden von fünf Lektoren und einer Reihe von Lang- und Kurzzeitdozenten unterstützt. Neben der Studienberatung und Stipendienvergabe liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf der Zusammenarbeit mit dem nationalen Forschungs- und Technologierat CONACyT und anderen mexikanischen Partnern. Ein gemeinsam finanziertes Ingenieurstudentenprogramm ermöglicht jedes Jahr rund 160 mexikanischen Studenten einen einjährigen Studien- und Praxisaufenthalt in Deutschland. Weitere Beispiele für die gelungene Zusammenarbeit sind ein binationaler Masterstudiengang in „Umwelt- und Ressourcenmanagement“ sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützte thematische Workshops in verschiedenen Forschungsbereichen. Im Rahmen der Kampagne „Germany Alumni“ des Auswärtigen Amtes konnten 2008 rund 1.200 Ehemalige angesprochen werden. Im November 2009 organisiert der DAAD zum sechsten Mal die Bildungsmesse EuroPosgrados mit Teilnehmern aus verschiedenen europäischen Ländern. Diese Messe ist im Bereich Master- und Promotionsstudiengänge eine zunehmend wichtige Plattform für den Austausch mit Mexiko (über 10.000 Fachbesucher allein in Mexiko-Stadt im Jahr 2008).

Insgesamt sind 132 Hochschulkooperationen zwischen Deutschland und Mexiko registriert. Weitere Impulse für die Zusammenarbeit gehen von dem seit 1998 am Colegio de México und der Nationaluniversität UNAM bestehenden Sonderlehrstuhl Wilhelm und Alexander von Humboldt sowie von der Vereinigung der ehemaligen Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung aus.

In Mexiko gibt es mehrere öffentlich geförderte deutsche Schulen - drei in Mexiko-Stadt und je eine in Puebla und Guadalajara; Mexiko-Stadt und Puebla führen zum deutschen Abitur, in Guadalajara wird das Internationale Baccalaureat angeboten. Insgesamt lernen an ihnen fast 6.000 Schüler. An der Deutschen Schule Mexiko-Stadt (Campus Herradura) findet zudem eine berufliche Ausbildung nach den Vorgaben des deutschen dualen Modells statt.

In Tijuana und Cuauhtémoc führen Schulen zum Deutschen Sprachdiplom. Zudem konnten im Jahr 2008 fünf mexikanische Schulen aus dem ganzen Land als Partnerschulen des Goethe-Instituts im Rahmen der Initiative:"Schulen: Partner der Zukunft" gewonnen werden.

Seit 1997 besteht in Mexiko die "Kulturstiftung der Deutschen Wirtschaft". Unter Mitarbeit des Goethe-Instituts, der Botschaft und der deutsch-mexikanischen Handelskammer werden mit Mitteln der Stiftung herausragende Kulturprojekte mit Breitenwirkung organisiert. Im Jahr 2005 hat sich in San Luis Potosí eine zweite "Kulturstiftung der Deutschen Wirtschaft" formiert. Ihre Zielsetzung ist identisch. 



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Nützliche Links

Aktuell: Influenza A/H1N1 ("Schweinegrippe")

Mexiko gehört zu den Ländern, in denen eine Vielzahl von Fällen von Influenza A(H1N1) bei Menschen aufgetreten sind und nach wie vor auftreten. Es werden aus allen Landesteilen auch Todesfälle gemeldet.

Bitte beachten Sie die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise zu Mexiko, die Vorsorgeempfehlungen des Auswärtigen Amts zur Influenza Pandemie sowie die weiteren Informationen auf der Internetseite des Robert Koch-Institutes:

Ansprechpartner in den Wirtschaftsdiensten der deutschen Auslandsvertretungen

Botschaft Mexiko
David Schmidt
Tel.: (0052) 55/5283 2200
Fax: (0052) 55/5281 2588  eMail
www.mexiko.diplo.de


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