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Landesflagge Mauritius
Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Dezember 2009

Durch seine geographische Lage und die Zusammensetzung seiner Bevölkerung bildet Mauritius einen Schnittpunkt verschiedener Kulturen, Religionen und Sprachen. Traditionen der französischen und englischen Kolonialzeiten mischen sich mit starken indischen, kreolischen und einigen chinesischen Kultureinflüssen. Mauritius verfügt über einen gut ausgebauten Bildungssektor und einen hohen Bildungsstand der Bevölkerung. Die Einschulungsquote im Grundschulbereich liegt bei etwa 95 Prozent. Mit einer Einschulungsrate von rund 69 Prozent für Schüler der Sekundarschulen liegt Mauritius mit an der Spitze in Afrika. Ebenso hat es eine der höchsten Alphabetisierungsraten unter den Entwicklungsländern mit 87 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren. An mauritischen Hochschulen sind rund 16.000 Studenten eingeschrieben, etwa 8.000 Mauritier studieren im Ausland, vor allem in Großbritannien und Frankreich, und rund 9.000 nehmen die Möglichkeit eines Fernstudiums oder weiterer Studienformen wahr. Die Medienlandschaft ist vielfältig. Es herrscht volle Pressefreiheit.

Die auswärtigen Kulturbeziehungen sind wenig entwickelt. Kulturelle mauritische Veranstaltungen dienen vorwiegend der Tourismuswerbung. Die aktivste Kulturpolitik in Mauritius betreiben Frankreich und Indien, die auf Grund des kolonialen Erbes bzw. der großen indischen Bevölkerungsgruppe starke Resonanz finden. Mauritius hat Kulturabkommen mit folgenden Staaten abgeschlossen: Indien, Frankreich, Volksrepublik China, Mosambik, Seychellen, Russland, Ägypten und Madagaskar. Es bestehen Kulturzentren Indiens, Chinas, Frankreichs und Großbritanniens sowie je ein afrikanisches und islamisches Kulturinstitut.



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