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Landesflagge Mauretanien
Beziehungen zu Deutschland

Stand: September 2009

Politische Beziehungen

Die deutsch-mauretanischen politischen Beziehungen sind gut. Den Militärputsch hat Deutschland – wie die anderen europäischen Partner verurteilt, die Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung gefordert, das Fehlen eines politischen Grundkonsenses bedauert und zugleich deutlich gemacht, dass eine politische Lösung der Krise nur aus Mauretanien selbst kommen kann. Deutschland gilt aufgrund seiner stetigen Präsenz und seines als uneigennützig wahrgenommenen Entwicklungshilfeprogramms als verlässlicher Partner.

Zwischen November 2006 und April 2008 kamen zur Unterstützung des Demokratisierungsprozesses mehr als 250 offizielle deutsche Besucher nach Nouakchott (Staatsbesuch des Bundespräsidenten, Besuche von Außenminister Steinmeier und Wirtschaftsminister Glos, eine Bundestagsdelegation, außerdem der Intendant der Deutschen Welle sowie der Afrika-Verein). Der Militärputsch 2008 unterbrach den Besucheraustausch.

Wirtschaftsbeziehungen

Der bilaterale Handelsaustausch ist gering. Im wesentlichen importiert Deutschland Eisenerz und exportiert Maschinen und Fahrzeuge. Die BASF-Tochter Wintershall sucht im Nordosten nach Erdöl. RWE ist an einem weiteren Explorationsblock beteiligt. Ferrostaal hält Schürfrechte an Phosphat-Vorkommen.

Entwicklungszusammenarbeit

In der Entwicklungszusammenarbeit nimmt Deutschland unter den bilateralen Gebern nach Frankreich und Japan den dritten Platz ein. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen "Gute Regierungsführung" und "Schutz natürlicher Ressourcen" (Landwirtschaft und Fischerei). Schwerpunktregionen sind die Departements Hodh El Gharbi und Guidimaka im Süden des Landes.

Kulturbeziehungen

Die kulturellen Beziehungen sind bescheiden. Zurzeit studieren ca. 300 Mauretanier in Deutschland (überwiegend technische Fächer). Der mauretanische Rundfunk arbeitet mit der Deutschen Welle (DW) zusammen. Im Mai 2000 wurde zwischen DW und der Télévision de Mauritanie ein Filmverwertungsvertrag abgeschlossen (100 TV-Programmstunden jährlich). Seit 1998 verbreitet die Botschaft im Stadtgebiet von Nouakchott das Programm der DW-TV. 2008 hat die DW mit dem staatlichen Rundfunk und Fernsehen Kooperationsvereinbarungen geschlossen.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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