Marshallinseln
Außenpolitik
Stand: Oktober 2009
Grundlinien der Außenpolitik
Das außenpolitische Interesse der Marshallinseln konzentriert sich in erster Linie auf den benachbarten nordpazifischen Raum und das Sonderverhältnis zu den USA. Wie einige andere Pazifikstaaten unterhalten sie diplomatische Beziehungen zu Taiwan.
Beziehungen zu den USA
Vor dem Hintergrund der Geschichte (jahrzehntelange VN-Treuhandverwaltung) und der weiterhin bestehenden freien Assoziierung mit den USA sind die bilateralen Beziehungen zu diesem Land von herausragender Bedeutung. Die verteidigungspolitischen Interessen werden mangels eigenen Militärs vollständig von den USA wahrgenommen, die im Kwajalein-Atoll weiterhin einen Stützpunkt unterhalten und Raketentests durchführen. Die politische und wirtschaftliche Elite des Landes ist auf die USA hin orientiert. Marshallische Staatsbürger können sich uneingeschränkt in den USA niederlassen, wovon viele auch Gebrauch gemacht haben.
Beziehungen zur EU
Die Beziehungen zu den Mitgliedstaaten der Europäischen Union treten in der außenpolitischen Bedeutung im Vergleich zu den USA, Japan und Australien merklich zurück.
Im Rahmen des Abkommens von Cotonou vom 23. Juni 2000, das auch die Marshallinseln unterzeichnet haben, wurde ein Entwicklungsprogramm aufgestellt. Seitdem werden Programme die zur wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Entwicklung beitragen, über den Europäischen Entwicklungsfonds unterstützt.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.