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Landesflagge Mali
Wirtschaftspolitik

Stand: Dezember 2009

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Verringerung der Armut macht – auch wegen des immer noch hohen Bevölkerungswachstums (einer malischen Erhebung in 2009 zufolge 3,6 Prozent) und Korruption – nur langsam Fortschritte. Mali zählt daher trotz sehr erheblicher Finanzzuschüsse der internationalen Gebergemeinschaft der letzten Jahrzehnte und einer relativ stabilen Demokratie immer noch zu den ärmsten Ländern der Erde. Es wird der Gruppe der LDC (least developed countries) zugeordnet. Im Bericht über die menschliche Entwicklung für das Jahr 2009 ist das Sahelland, das zu 65 Prozent aus Wüste und Halbwüste besteht, auf Platz 178 von 182 positioniert.

Mali ist zunehmend marktwirtschaftlich orientiert. Die Privatisierung mehrerer Staatsunter­nehmen schreitet – wenn auch mit Schwierigkeiten - voran. Die handelspolitischen Rahmen­bedingungen mit einheitlichen Außenzöllen werden in der Währungsgemeinschaft UEMOA abgestimmt. Mali ist zudem Mitglied in allen wichtigen Wirtschaftsorganisationen, wie Weltbank, ECOWAS (Economic Community of West African States) und unterzeichnete den Vertrag von Cotonou. Mali engagiert sich in den verschiedenen Gremien des NePAD (The New Partnership for Africa´s Development).

Zwischen dem FCFA und dem Euro besteht ein fester Wechselkurs (1 Euro entspricht 655,957 FCFA).

Der Weltbankbericht „Doing Business stuft Mali auf Rang 156 von 183 ein. Die grassierende Korruption und die Rechtsunsicherheit machen es für ausländische Investoren schwierig, in Mali zu produzieren.

Außenhandel

Die malische Wirtschaft ist in hohem Maße von den Weltmarktpreisen der beiden wichtigsten Exportgüter Baumwolle und Gold abhängig. Die Regierung erklärte die Armutsminderung durch Diversifizierung und Umstrukturierung der Wirtschaft als oberste Priorität, um die Verwundbarkeit durch externe Faktoren zu verringern.

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die malische Wirtschaft waren bislang gering, da das Bankwesen nur wenig mit globalen Finanzmärkten vernetzt ist, und das Wachstum vor allem von der eher unelastischen Binnennachfrage getragen wird. Die gesunkenen Preise auf dem Öl- und Lebensmittelmarkt haben die Terms-of-Trade für Mali deutlich verbessert.

Sonstige Rohstoffvorkommen im Land - insbesondere Kalk, Phosphat, Diamanten und Marmor - werden derzeit kaum ausgebeutet. Im Norden des Landes wird nach Erdöl und Erdgas gesucht.

China wird als Lieferant von preisgünstigen Konsumgütern ein immer wichtigerer Handelspartner.

Infrastruktur

Mali ist ein Binnenland. Neben Abidjan ist Dakar ein wichtiger Ein- und Ausfuhrhafen Malis. Der Ausbau der Straßenverbindung nach Dakar wurde in den letzten Jahren deutlich vorangetrieben; sie ist inzwischen fast vollständig asphaltiert.

Die Privatisierung der Eisenbahnlinie Bamako-Dakar führte zu Verbesserungen im Bereich der Frachtbeförderung. Allerdings befindet sich der Personenverkehr, für dessen Finanzierung der malische Staat die Verantwortung behalten hat, weiterhin in schlechtem Zustand.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Ansprechpartner in den Wirtschaftsdiensten der deutschen Auslandsvertretungen

Botschaft Bamako
Gabriele Boner

Tel.: (00223) 222 32 99
Fax: (00223) 222 96 50 eMail



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