Libyen / Libysch-Arabische Dschamahirija
Kultur- und Bildungspolitik
Stand: Oktober 2009
Im Ausbildungs- und Erziehungsbereich hat es in den vergangenen Jahren gewisse Fortschritte gegeben. Die Einschulungsquote liegt praktisch bei 100 Prozent, das Analphabetentum konnte bei beiden Geschlechtern über die letzten Jahrzehnte weitgehend eliminiert werden. Der Unterricht in der Primarstufe von 6 bis 15 Jahren ist Pflicht. Unterrichts- und Ausbildungsniveau werden jedoch von vielen kritisch bewertet. Die Lehren des von Oberst Gaddafi verfassten „Grünen Buches“ spielen im Lehrplan eine prominente Rolle. Schulunterricht in europäischen Fremdsprachen war längere Zeit verboten, wird jedoch wieder angeboten (überwiegend Englisch), aber bei weitem noch nicht flächendeckend. Es fehlt an einer ausreichenden Anzahl von ausgebildeten Fachkräften
Es gibt vier große Universitäten (Tripolis, Benghazi, Misurata und Sebha), daneben wurden in den letzten Jahren kleinere Universitäten gegründet, die sich zum Teil aus privaten Mitteln finanzieren. 1998 wurde die Ausstattung der Fakultät für moderne Sprachen in Tripolis empfindlich gekürzt, was auch zur Schließung der Deutschabteilung führte. Auf libyscher Seite findet nun langsam ein Umdenken statt.
Seit Ende 1995 beteiligt sich Libyen wieder stärker am internationalen Sportgeschehen und war 2008 mit Sportlern bei den olympischen Spielen in Peking vertreten.
Das libysche Kulturleben (Theater, Konzerte, bildende Kunst) ist eingeschränkt.