Kroatien
Außenpolitik
Stand: Oktober 2009
Grundlinien der Außenpolitik
Wichtigstes außenpolitisches Ziel Kroatiens ist die Vollmitgliedschaft in der EU. Kroatien stellte am 21.02.2003 einen Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union. Ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU wurde am 29.10.2001 unterzeichnet (seit 01.02.2005 in Kraft). Am 17./18.06.2004 wurde Kroatien vom Europäischen Rat der Status eines Beitrittskandidaten zugesprochen. Die Beitrittsverhandlungen haben nach der Entscheidung des Europäischen Rates vom 3.10.2005 noch am selben Tag begonnen, nachdem die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (IStGHJ) bestätigt hatte, dass Kroatien nunmehr uneingeschränkt mit dem IStGHJ zusammenarbeitet.
Im Sicherheitsbereich nahm Koratien seit 2000 am NATO-Programm "Partnership for Peace und seit Mai 2002 nimmt Koratien am Aktionsplan zur Mitgliedschaft (MAP) der NATO teil und beteiligt sich an Friedens- und besonderen politischen Missionen der Vereinten Nationen (einschließlich Afghanistan). Am 01.04.2009 wurde Koratien auf dem NATO-Gipfel in Kehl/Straßburg Vollmitglied der NATO.
Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten
Mit den Nachbarländern besteht eine lebhafte Zusammenarbeit in Form politischer Kontakte auf allen Ebenen und zahlreicher bilateraler Verträge. Das Verhältnis zu Bosnien und Herzegowina hat sich weitgehend normalisiert, und die Beziehungen zu Serbien und Montenegro sind inzwischen frei von tiefgreifenden Spannungen. Die endgültige Demarkration der Grenze zu Slowenien ist nach wie vor streitig, zwischen beiden Staaten bestehen aber politisch, wirtschaftlich und kulturell dichte Beziehungen. Innerhalb der Region wirkt Kroatien an Kooperationsforen wie der "Quadrilateralen" (mit Ungarn, Slowenien und Italien), der Adriatisch-Ionischen Initiative und der Zentraleuropäischen Initiative mit. Unverändert arbeitet Kroatien als Gastgeberland innerhalb des Zentrums für Sicherheitskooperation RACVIAC mit. Des weiteren beteiligt sich das Land an der Nachfolgeorganisation des Stabilitätspakts für Südosteuropa, dem im Februar 2008 gegründeten Regionalen Kooperationsrat, dessen erster Generalsekretär von Kroatien gestellt wird.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.