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Landesflagge Korea (Republik Korea, Südkorea)
Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Januar 2010

Kulturpolitik

Trotz des starken Einflusses zunächst japanischer, dann westlicher Kultur haben sich indigene Kulturelemente und Brauchtum in Korea nicht nur behaupten, sondern auch weiterentwickeln können. Koreanische bildende Künstler und Musiker greifen unbefangen auf beide Strömungen zurück. Die Attraktivität der koreanischen Kunst- und Musikszene erklärt sich aus dem hohen handwerklichen Niveau und aus der gelungenen Synthese von Ost und West, von Tradition und Moderne.

Die kulturelle Landschaft ist vielfältig und anspruchsvoll. In der Literatur, Musik und zeitgenössischen Kunst bietet Korea hohes Niveau. Bemerkenswert sind Qualität und Intensität der Rezeption klassischer europäischer Musik.

Bildungspolitik

Bildung genießt in der noch konfuzianisch geprägten Gesellschaft Koreas höchsten Stellenwert. Mit einem 13,7%igen Anteil am gesamten Haushalt rangieren die Ausgaben für Bildungspolitik vor den im Verteidigungshaushalt veranschlagten Ausgaben auf Platz drei. Nach Angaben des MEST (Ministry of Education, Science and Technology) machen die Aufwendungen (öffentlich und privat) für Bildung in Korea 7,2% des BIP aus.

Gleichzeitig sind viele Familien bereit, einen großen Teil ihres Einkommens für die Erziehung ihrer Kinder einzusetzen, z.B. für Nachmittags- und Abendschulen (so genannte Hagwons) oder Auslandsaufenthalte. Staatliche und private Hochschulen verlangen teilweise erhebliche Studiengebühren.

Entsprechend der Bedeutung, die Koreaner seit jeher Ausbildung und Erziehung beimessen, liegt die Einschulungsrate der sechsjährigen Grundschule bei nahezu 100%. Fast genauso viele Schüler eines Jahrgangs (99%) besuchen eine weiterführende Schule und knapp 83% schreiben sich letztendlich in einen Universitätsstudiengang ein.

Unter den Universitäten gibt es eine Rangfolge, an deren Spitze die (mit einer Ausnahme in Seoul beheimateten) Eliteuniversitäten (KAIST, Seoul National University, POSTECH, Korea University, Yonsei University) stehen. Auch unter den Studienfächern gibt es eine Hierarchie, die sich nach der beruflichen Verwertbarkeit bestimmt.

Koreanische Hochschulen richten sich erst seit wenigen Jahren und noch eher zögerlich  international aus. Die Zahl ausländischer Studierender in Korea steigt langsam; das Angebot an englischsprachigen Lehrgängen entwickelt sich peu à peu. Umgekehrt ist  Interesse an einem Auslandsstudium bei den koreanischen Studierenden  generell hoch. Dabei ist Deutschland mit insgesamt über 5.000 koreanischen Studierenden eines der beliebtesten Länder in Europa. An der Spitze stehen unangefochten die USA. Im bilateralen Verhältnis ist die Frage der Anerkennung deutscher Hochschulabschlüsse weiterhin ungelöst.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Stand 29.01.2010

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