Korea (Republik Korea, Südkorea)
Innenpolitik
Stand: Januar 2010
Grundlagen
Nach dem Ende der 35-jährigen japanischen Kolonialzeit (1910 bis 1945) und dem verlustreichen Koreakrieg (1950 bis 1953) hat sich die Republik Korea, bis Ende der 60er Jahre der ärmere Teil der Halbinsel, in wenigen Jahrzehnten von einer agrarisch geprägten zu einer wohlhabenden und mobilen Industriegesellschaft entwickelt, in der zahlreiche Spuren westlichen Einflusses zu finden sind. Heute gehört Korea im internationalen Vergleich zum Kreis der technologisch führenden Wirtschaftsnationen.
Staatsaufbau
Die Republik Korea ist ein demokratisch regiertes Land mit einer Präsidialverfassung und einem Einkammer-Parlament (Nationalversammlung). Der Präsident ernennt die Minister und, mit Zustimmung der Nationalversammlung, den Premierminister. Er verfügt über ein aufschiebendes Vetorecht gegen Beschlüsse der Nationalversammlung. Gleichzeitig ist er oberster Befehlshaber der Streitkräfte.
Aktuelle innenpolitische Lage
Präsident Lee Myung-bak wurde als Kandidat der konservativen Partei GNP (Grand National Party) am 19. Dezember 2007 zum Präsidenten gewählt und trat sein Amt am 25. Februar 2008 an.
Zum Premierminister ernannte Präsident Lee am 29. September Chung Un-chan, Professor der Wirtschaftswissenschaften und ehemaliger Präsident der renommierten Seoul National University.
In der Nationalversammlung verfügt die Regierungspartei GNP derzeit über 169 der insgesamt 299 Sitze. Zweitgrößte Partei ist die Democratic Party (DP) mit 86 Sitzen.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.