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Landesflagge Kongo (Republik Kongo)
Wirtschaft

Stand: Mai 2006

Wirtschaftliche Lage

Trotz beachtlicher Ressourcen (Erdöl, tropischer Regenwald, Wasser, landwirtschaftlich nutzbare Flächen) und einer nur geringen Bevölkerungsdichte von 8,4 Personen pro qkm ist die Wirtschaft noch immer durch Massenarbeitslosigkeit, einen beklagenswerten Zustand der Verwaltungs- und Infrastrukturen, extreme Außenverschuldung und hohen Importbedarf an Nahrungsmitteln gekennzeichnet. Die Ursachen sind nicht nur in den drei Bürgerkriegen der neunziger Jahre zu suchen, die einen materiellen Schaden von geschätzten 2-3 Mrd. Euro hinterlassen haben, sondern auch in dem marxistischen Wirtschaftssystem der Jahre davor. Nur langsam kommt die Wirtschaft in Schwung. Das Investitionsklima bleibt schwierig.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Die Wirtschaft Kongos wird seit langem durch die französisch und italienisch dominierte, von den Bürgerkriegen verschonte Erdölförderung bestimmt, die die wichtigste Einnahmequelle des Staates darstellt. Die Republik Kongo gehörte bis vor kurzem noch zu den größten Erdölproduzenten in Subsahara-Afrika, wenn auch mit rückläufiger Tendenz. 90 Prozent der Exporterlöse, 70 Prozent der Staatseinnahmen und 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) stammen aus dem Ölgeschäft, was die Bedeutung dieses Sektors unterstreicht.

Der dichte und teilweise unberührte tropische Regenwald bildet ein scheinbar unerschöpfliches Reservoir für die Forstwirtschaft, dem zweitwichtigsten Wirtschaftszweig des Landes, mit einer Produktion von etwa 1,5 Mio. Tonnen jährlich. Die Landwirtschaft beschäftigt zwar 40 Prozent der aktiven Bevölkerung, trägt aber nur mit 8 Prozent zur Gesamtwirtschaft bei und deckt damit bei weitem nicht den Bedarf an Lebensmitteln.

Mitgliedschaft in regionalen Wirtschaftsorganisationen

Die Republik Kongo ist Mitglied der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC) und der Wirtschaftsgemeinschaft der zentralafrikanischen Staaten (CEEAC). Weiterhin ist die Republik Kongo Mitglied der OHADA (Organisation zur Angleichung des Handelsrechtes in Afrika). Die Landeswährung, der Franc CFA, ist über den französischen Tresor mit einem festen Wechselkurs von 1:656 mit dem Euro verbunden.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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