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Landesflagge Kiribati
Beziehungen zwischen Kiribati und Deutschland

Stand: November 2009

Politische Beziehungen

Mit der Erlangung der Unabhängigkeit wurde Kiribati von der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich anerkannt. Diplomatische Beziehungen wurden am 1. Juli 1980 aufgenommen. Der deutsche Botschafter in Wellington/Neuseeland ist auch in Kiribati akkreditiert.

Die bilateralen Beziehungen sind nicht sehr ausgeprägt. Deutschlands Ansehen in der Bevölkerung ist aber durch die Beschäftigung zahlreicher kiribatischer Seeleute auf deutschen Schiffen recht hoch. 1967 wurde eine Seefahrtsschule von deutschen Reedern eingerichtet. Sie wird noch heute von deutschen Experten betreut und ist Basis für die wichtigste Devisenquelle des Landes.

Der stellvertretende Außenminister Kiribatis besuchte im April 2009 anlässlich des „Visit of Permanent Representatives of Alliance of Small Island States“ Berlin und Bonn.

Wirtschaftliche Beziehungen

Der bilaterale Handelsaustausch ist relativ unbedeutend. 2007 exportierte Kiribati Waren im Wert von weniger als 100.000 Euro nach Deutschland (Rang 216 in der Rangfolge der Handelspartner Deutschlands) und importierte Waren im Wert von 800.000 Euro aus Deutschland (Rang 213). 

Von großer Bedeutung für die Volkswirtschaft Kiribatis ist dagegen die Tätigkeit kiribatischer Seeleute auf deutschen Handelsschiffen. Deutsche Reedereien stellen Ausbildungspersonal an der Seemannsschule der Hauptstadt und unterhalten ein Vermittlungsbüro für kiribatische Seeleute. Mehr als 1.000 von ihnen sind derzeit an deutsche Reedereien vermittelt. Sie überweisen jährlich etwa 5 Mio. USD nach Hause. Diese Zahlungen stellen - neben der Vergabe von Fischereilizenzen - die größte Deviseneinnahmequelle des Landes dar. Deutschland leistet über die EU substanzielle Beiträge zur Entwicklung des Landes. 

In entwicklungspolitischer Hinsicht ist die Bundesrepublik Deutschland über Kleinstprojekte der Technischen Zusammenarbeit in Kiribati präsent. 2009 wurden vier Projekte mit insgesamt über 10.000 Euro gefördert, u.a. wird der zentralen Bildungseinrichtung CEO eine Papierschneidemaschine und dem St. Joseph College, Tabwiroa ein Lastwagen für landwirtschaftliche Kurse zur Verfügung gestellt. Die bundeseigene Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) führt zudem verschiedene Projekte auf den Pazifikstaaten durch, von denen auch Kiribati profitiert. Das derzeitige Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ soll zwischen 2009-2012 durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region stärken. Das Fördervolumen für die Gesamtlaufzeit von 4 Jahren beträgt 4,2 Mio. Euro.

Ansonsten trägt Deutschland über seine Beiträge zum Europäischen Entwicklungfonds der EU zur Entwicklung Kiribatis bei. Die EU ist derzeit mit 10 Mio. Euro (2004-2007) einer der wichtigsten Geber von Entwicklungshilfe im Land, der deutsche Anteil daran liegt bei 23%. Schwerpunkte sind besonders das Gesundheitswesen, aber auch landwirtschaftliche Entwicklung, alternative Energiequellen und Berufsaubildung.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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