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Landesflagge Kenia
Außenpolitik

Stand: Mai 2009

Grundlinien der Außenpolitik

Die Prioritäten der kenianischen Außenpolitik liegen traditionell innerhalb Afrikas, zunehmend auch im Rahmen der Vereinten Nationen und von Regionalorganisationen. Kenia zeichnet sich seit der Unabhängigkeit durch eine stabile und um Stabilisierung bemühte Außenpolitik aus.

Beziehungen zu den Staaten der Region

In der Region Ostafrika beansprucht Kenia unbestritten die Position einer regionalen Führungsmacht. Es hat sich in keinen der Regionalkonflikte hineinziehen lassen und ist daher ein geschätzter, weil unbelasteter Vermittler. Beleg dafür sind zahlreiche kenianische Friedensbemühungen sowie die Teilnahme an allen für die Region wichtigen Initiativen. So ist Kenia neben Tansania und Uganda Mitglied in der East-African Community (EAC), einer wirtschaftlichen Kooperationsgemeinschaft mit dem Fernziel, eine politische Union nach dem Vorbild der EU zu werden. Ferner arbeitet Kenia mit wechselnder Intensität in der Inter-Gouvernmental Authority on Development (IGAD) mit, der auch Äthiopien, Dschibuti, Eritrea, Somalia, Sudan und Uganda angehören.

Im IGAD-Rahmen hat Kenia erheblich zu den Fortschritten beim Friedensprozess für den Sudan beigetragen; für Somalia – auch hier ist Kenia in besonderer Weise im Friedensprozess engagiert – gab es nach Bildung von Übergangsregierung und -parlament und Beginn der Übersiedlung zunächst erfreuliche erste Zeichen der Staatenbildung. Hier bleibt Kenia, nicht zuletzt aus eigenem Interesse (mehr als 200.000 somalische Flüchtlinge), aktiv involviert.

Beziehungen zu weiteren Staaten

Kenia bekennt sich zwar zum Prinzip der Blockfreiheit, gleichwohl unterhält es sehr enge Beziehungen zu den USA und der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien. Kenia beteiligt sich an der Zusammenarbeit gegen den internationalen Terrorismus – dies vor allem, weil Kenia mit den Anschlägen gegen die US-Botschaft in Nairobi 1998 und gegen ein Ferienhotel in Mombasa 2002 selbst zum Ziel von Terrorakten wurde.

Außenpolitik im multilateralen Rahmen

In den Vereinten Nationen zählt Kenia zu den besonders aktiven Mitgliedstaaten und ist bereit, friedenserhaltende Missionen mit eigenen Soldaten zu unterstützen. Auch auf dem Gebiet der Nichtverbreitung von Waffen und bei den Bemühungen gegen die Verbreitung von kleinen und leichten Waffen spielt Kenia eine konstruktive Rolle. In Nairobi befindet sich das "Regional Centre on Small Arms and Light Weapons" (RECSA).

Eines der Hauptanliegen kenianischer Politik ist es, den Standort der Vereinten Nationen (Umweltprogramm UNEP und Siedlungsentwicklungsprogramm UN-HABITAT) in Nairobi zu erhalten. (Exekutivdirektor von UNEP ist seit Juni 2006 erneut der Deutsche Achim Steiner. Im März 2009 wurde ihm zusätzlich die Leitung von UNON, des United Nations Office at Nairobi, als "Director General" übertragen.)



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Entwicklungszusammenarbeit

Kenia ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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