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Landesflagge Katar
Beziehungen zu Deutschland

Stand: September 2009

Politische Beziehungen

Die Beziehungen Katars zur Bundesrepublik Deutschland sind traditionell gut. Eine Intensivierung wird besonders unter wirtschaftlichen Aspekten angestrebt (deutsche Technologie für Aufbau katarischer Industrie), wobei Katar das Engagement deutscher Firmen in Joint Ventures wünscht.

Die Besuche von Bundeskanzler Schröder im März 2005 und Außenminister Steinmeier im Mai 2006 in Katar sowie der Gegenbesuch des damaligen Premierministers im Juni 2006 und von Premierminister Scheich Hamad bin Jassim Al Thani im April 2008, sowie von der Ehefrau des Emirs, Scheicha Mozah, im Mai 2009 in Deutschland haben besonders zur weiteren Vertiefung der guten bilateralen Beziehungen beigetragen. Sie werden durch konstanten hochrangigen Besucherverkehr ausgebaut.

Wirtschaftliche Beziehungen

Der Investitionsförderungs- und -schutzvertrag und das Luftverkehrsabkommen von 1996 sind seit Januar 1999 in Kraft. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und Katar ist unverändert unausgeglichen. Die deutschen Exporte nach Katar betrugen im Jahr 2008 1,6 Milliarden Euro (2007: 1.1 Milliarden Euro), die deutschen Importe beliefen sich auf 33,8 Millionen Euro. Wertmäßig stehen Kraftfahrzeuge, Anlagen und Maschinen an der Spitze deutscher Exporte.

Deutsche Firmen sind vornehmlich im Anlagenbau, der Bauwirtschaft und zunehmend im Dienstleistungssektor aktiv, im Öl- und Gasbereich bislang nur schwach vertreten. Mit einem Katalysatorwerk der Firma Südchemie ist die deutsche Industrie seit Juni 2008 auch mit einer Produktionsstätte vertreten.

In Katar ist eine Außenhandelskammer aktiv; ebenso wie der Ende 2002 gegründete "German Business Council Qatar" hat sie sich die weitere Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zum Ziel gesetzt. 2007 wurde eine Deutsch-Katarische Gemischte Wirtschaftskommission eingerichtet.

Kulturelle Beziehungen

Seit Beginn des Schuljahres 2008/09 gibt es in Doha eine Deutsche Schule. Sie bietet zunächst Unterricht für die Klassen eins bis fünf an, für weiterführende Klassen wird der Unterricht im Fernlehrverfahren durchgeführt. Die Schule wird finanziell vom Auswärtigen Amt sowie von in Doha tätigen deutschen Unternehmen unterstützt.

Auch im Bereich der Lehre erfreut sich Deutschland eines guten Rufs. Zwischen dem staatlichen Krankenhaus Katars, der Hamad Medical Corporation, und der Universitätsklinik der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt besteht ein Kooperationsabkommen, das die Grundlage für eine breite Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Ausbildung bietet. In den letzten Jahren wurde die medizinische Zusammenarbeit weiter intensiviert, darunter mit der Universitätsklinik Heidelberg auf dem Gebiet der Onkologie, aber auch im sportmedizinischen Bereich und in der Orthopädie. Außerdem nehmen katarische Patienten deutsche medizinische Einrichtungen zur Behandlung in Anspruch.

Im Sportbereich gibt es Beziehungen beim Fußball (Trainer, Winterlager, Liga-Beratung), Tischtennis (Trainer) und durch die deutsche personelle Beteiligung bei der katarischen Sportakademie Aspire.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Aktuelles

Reise des Bundesaussenminister nach Katar

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