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Deutschland in Kasachstan 2010

Ein facettenreiches Deutschlandbild vermitteln und neue Brücken zwischen den Menschen beider Länder bauen: Das ist das Ziel des Deutschlandjahres, das das Auswärtige Amt 2010 in Kasachstan veranstaltet. 

Staatsministerin Pieper besuchte Kasachstan vom 1. bis zum 4. Februar und hat die Veranstaltungsreihe am 3. Februar im „Palast des Friedens und der Eintracht“ in Astana mit einem Konzert der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen eröffnet.

"Deutschland in Kasachstan 2010" stellt drei markante Themen in den Mittelpunkt, die für beide Länder von Bedeutung sind: Umwelt/Klima, Bildung und Gesellschaft. Thematisiert werden Klimaschutz und nachhaltige Ressourcennutzung, so etwa bei der Wanderausstellung "Wasser und Energie - erschließe Dir die Welt von H2O und Watt". Gerade auf diesem Gebiet gibt es innovative Lösungen der deutschen Wirtschaft, die sich 2010 mit mehreren Veranstaltungen in Kasachstan präsentiert.

Deutsch-Kasachische Universität in Almaty

Ein herausragendes Beispiel für bilaterale Kooperation im Bildungsbereich ist die Deutsch-Kasachische Universität in Almaty, die sich mit zahlreichen Veranstaltungen an „Deutschland in Kasachstan 2010“ beteiligt. Um die Zukunft der Bildung geht es auch bei einem Kongress für Experten aus ganz Zentralasien und Europa. Eine Sommerakademie für junge Wissenschaftler befasst sich im Jahr des kasachischen OSZE-Vorsitzes mit den Themen Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte. Zahlreiche Informationsveranstaltungen werben während des ganzen Jahres für Deutsch als Fremdsprache und für Deutschland als Studien- und Wissenschaftsstandort. Unterstützt wird das durch die interaktive Ausstellung "Man spricht Deutsch", die die deutsche Sprache auf unterhaltsame Weise erlebbar macht.

Ausstellung "Modernes Deutschland"

Einen zeitgemäßen Einblick in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland vermittelt die Ausstellung "Modernes Deutschland", die an mehreren Orten in ganz Kasachstan gezeigt wird. Eine wichtige Rolle im Programm von „Deutschland in Kasachstan 2010“ spielt auch die Zivilgesellschaft. So sind unter anderem die Organisation der deutschen Minderheit in Kasachstan und die Deutsch-Kasachische Gesellschaft mit eigenen Beiträgen vertreten.

Jugenkultur und zeitgenössische Kunst

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Jugendkultur und der zeitgenössischen und aktuellen Kunstrichtungen. Das kulturelle Programm wird durch klassische wie zeitgenössische Kunstformen geprägt und präsentiert Deutschland als moderne Kulturnation. Zu den Höhepunkten zählen Konzerte der "Toten Hosen" und des "Andromeda Mega Express Orchesters", ein deutsches Filmfest und die Ausstellung "Bewegte Welt - erzählte Zeit" über Erinnerungen an das Wendejahr 1989. Von Mai bis Juli sind außerdem die "United Buddy Bears" aus Berlin zu Gast in Astana.

"Deutschland in Kasachstan 2010" geht zurück auf eine gemeinsame Initiative von Bundespräsident Horst Köhler und dem kasachischen Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew. Anlässlich des Besuchs des Bundespräsidenten in Kasachstan im September 2008 kündigten beide eine zweijährige Veranstaltungsreihe an, in der beide Länder sich für je ein Jahr im jeweils anderen Land vorstellen. Das Kasachstan-Jahr in Deutschland bildete 2009 den Auftakt. 2010 präsentiert sich nun die Bundesrepublik in Kasachstan.

Festkonzert der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen im Palast des Friedens und der Eintracht in Astana am 3.2.10 Eröffnungskonzert (AA/ Timo Bauer-Savage)

Staatsministerin Cornelia Pieper eröffnet Veranstaltungsreihe

Erste Station der Reise von Staatsministerin Pieper war Almaty, wo Frau Pieper am 1. Februar die Deutsch-Kasachische Universität besuchte. Am 2. und 3. Februar führte sie politische Gespräche in Astana.

Deutschland ist Kasachstans wichtigster Partner in der EU. 2010 hat das zentralasiatische Land erstmals den Vorsitz in der OSZE übernommen. Mit Blick auf die wachsende regionale Bedeutung Kasachstans in Zentralasien haben sich die politischen Kontakte in den letzten Jahren spürbar intensiviert. Zahlreiche Abkommen, u.a. eine "Partnerschaft für die Zukunft", eine "Innovations- und Investitionspartnerschaft" sowie ein Regierungsabkommen zur Förderung der Deutsch-Kasachischen Universität unterstreichen die bilaterale Zusammenarbeit.

Zentralasien rückt zunehmend in den Fokus europäischer und internationaler Politik. Auch die Europäische Union hat ein ausgeprägtes Interesse an einer vertieften Partnerschaft mit den zentralasiatischen Staaten. Die Bundesregierung hat vor diesem Hintergrund im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 eine EU-Zentralasienstrategie auf den Weg gebracht. Diese legt erstmals politische Leitlinien für ein verstärktes europäisches Engagement in Zentralasien fest.

Stand 04.02.2010



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