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Landesflagge Irland
Kultur- und Bildungspolitik

Stand: November 2009

Bildungspolitik

Es besteht Schulpflicht von 6 bis 15 Jahren. Öffentliche Schulen sind schulgeldfrei, Privatschulen erheben zum Teil beträchtliche Schulgebühren.

Die Ergebnisse eines zentralen Abiturs entscheiden über den Zugang zu den sieben Universitäten (in Dublin (3), Cork, Galway, Limerick und Maynooth) und 14 „Institutes of Technology“.

Kulturpolitik

Vor dem Hintergrund der jahrhundertelangen Anbindung an Großbritannien gibt es in Irland einen parteiübergreifenden Konsens, die eigene Kultur und den Gebrauch der irischen Sprache mit besonderem Engagement zu fördern. Das Interesse der irischen Diaspora, vor allem in den USA, und vieler ausländischer Irlandliebhaber an irischer Kultur kommt dem entgegen. Irisch, offiziell die erste Landessprache, ist zwar an allen öffentlichen Schulen Pflichtfach, wird jedoch nur von rund 50.000 Menschen in den "Gaeltachts" (irische Sprachinseln im Westen und Süden des Landes) als alltägliche Umgangssprache gesprochen. Seit 1996 sendet das irischsprachige Fernsehprogramm "Teilifis na Gaeilge" (jetzt "TG 4"); mehrere Rundfunkstationen strahlen ganztägig Sendungen in irischer Sprache aus.

1995 erhielt Seamus Heaney als vierter irischer Dichter (nach William Butler Yeats 1923, George Bernard Shaw 1925 und Samuel Beckett 1969) den Literaturnobelpreis.

Derzeit wird Deutsch an 476 irischen Sekundarschulen unterrichtet. Als Fremdsprache im Schulbereich rangiert Deutsch hinter Französisch auf Platz Zwei, vor Spanisch und Italienisch.

Seit 2008 besteht zwischen Deutschland und Irland ein Abkommen über die Einrichtung eines deutsch-irischen zweisprachigen Sekundarschulabschlusses. Das „bilingual leaving certificate“ stellt die Absolventen den deutschen Abiturienten gleich und berechtigt somit ohne eine zusätzliche Prüfung zum Studium an einer deutschen Hochschule.



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Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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