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Landesflagge Guinea
Guinea: Auswärtiges Amt verurteilt Gewalt

Nach der gewaltsamen Auflösung einer Oppositionskundgebung in Conakry/Guinea erklärte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Jens Plötner:

Wir sind tief besorgt über die gestrigen Ereignisse in Conakry und verurteilen die Anwendung von Gewalt. Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Oppositionskundgebung verloren hunderte von Menschen ihr Leben, viele wurden verletzt. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.

Wir fordern die rückhaltlose Aufklärung der Ereignisse sowie eine Bestrafung der Schuldigen. Diejenigen, die in Guinea Verantwortung tragen, sind aufgefordert, so schnell wie möglich die Weichen für eine bessere Zukunft des Landes zu stellen. Dazu gehören die ordnungsgemäße und transparente Durchführung von Wahlen, die Einhaltung der Selbstverpflichtung der Junta, nicht selbst bei den Wahlen anzutreten und die Beachtung der Menschenrechte.

Wir haben den Geschäftsträger der Botschaft der Republik Guinea einbestellt, um ihm unsere Haltung unmissverständlich klar zu machen. Wir werden uns weiterhin bei unserem Vorgehen eng mit AU und Ecowas abstimmen und behalten uns weitere Maßnahmen im nationalen und europäischen Rahmen vor.

Captain Moussa Daddis Camara nach der Machtübernahme im Dezember, 2008 Captain Moussa Daddis Camara nach der Machtübernahme im Dezember, 2008 (picture-alliance/dpa)

Hintergrund der Demonstration

Bei einer Protestkundgebung in Conakry, der Hauptstadt des westafrikanischen Guinea, wurden nach Angaben internationaler Hilfsorganisationen und Agenturen zahlreiche Demonstranten getötet und Hunderte verletzt. Oppositionsfüher Sidya Toure wurde zwischenzeitlich festgenommen.

Rund 50.000 Menschen hätten in einem Fußballstadtion der Hauptstadt Conakry gegen Moussa Camara demonstriert. Camara war im vergangenen Jahr durch einen Putsch an die Macht des westafrikanischen Staates gekommen. 

Internationale Gemeinschaft besorgt

Die internationale Gemeinschaft reagierte ebenfalls auf die Ereignisse in Guinea. Die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS verurteilte die Aktion scharf, die USA und Frankreich zeigten sich besorgt. Der EU-Außenbeauftragte Solana sagte:

Weitere Informationen zu Guinea:

Stand 29.09.2009

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