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Landesflagge Guinea
Außenpolitik

Stand: März 2008

Grundlagen der Außenpolitik

Traditionelle außenpolitische Grundpositionen Guineas waren seit der Unabhängigkeit 1958 die Blockfreiheit und eine panafrikanische Perspektive. Guinea hat häufig im Rahmen der Afrikanischen Union sowie bei UNO-Friedensmissionen Kontingente gestellt. Bei den Bürgerkriegen in Liberia (1989 – 2003) und Sierra Leone (1991 – 2002) war Guinea sowohl in der Überwachungsgruppe der westafrikanischen ECOWAS-Staaten (ECOMOG) beteiligt wie auch Aufnahmeland für bis zu 1 Mio Flüchtlinge aus Liberia und Sierra Leone, seit 2002 auch aus der Côte d’Ivoire. Inzwischen sind alle Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Darüberhinaus hat Guinea seit dem Ende des Ost-West-Konflikts eine außenpolitisch zurückhaltende Rolle gespielt, war aber 2002 und 2003 nichtständiges Mitglied des Sicherheitrates der Vereinten Nationen. Erst mit dem Amtsantritt der Regierung Lansana Kouyaté (01.03.2007) wird wieder eine aktive Außenpolitik in alle Himmelsrichtungen hin betrieben. In der Krisenregion des westlichen Westafrikas hat Guinea sich als ein relativer Stabilitätsanker erwiesen. Es arbeitet mit Liberia und Sierra Leone locker in der Mano-River-Union zusammen, der sich in Zukunft auch die Côte d’Ivoire anschließen möchte.

Beziehungen zu anderen Staaten

In der ersten Republik (1958 – 1984) orientierte sich Guinea ideologisch an der Sowjetunion und anderen kommunistischen Staaten, pflegte aber aus wirtschafts- und entwicklungspolitischen Gründen auch die Kontakte zu den USA und anderen westlichen Staaten, seit Mitte der 70er Jahr auch wieder mit Frankreich. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts richtete sich die guineische Außenpolitik auf die eigene Subregion und auf wirtschafts- und entwicklungspolitische Interessen aus, die Europäische Union ist mit ihren Mitgliedstaaten wichtigster Entwicklungshilfegeber, gefolgt von der Weltbank. Aus rohstoffpolitischen Gründen sind die Beziehungen zu Kanada, den USA und Russland ausgedehnt, neuerdings auch zu Australien und China. Wegen der jahrzehntelangen Abgeschlossenheit des Landes unterhält das Land nur wenige aktive diplomatische Beziehungen, in Conakry sind weniger als 30 Botschaften vertreten.



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