Startseite

Springe direkt zu: Seiteninhalt:, Zusatzinformationen:, Hauptmenü, Servicemenü, Suche


Landesflagge Ghana
Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2009

Politische Beziehungen

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Ghana sind traditionell freundschaftlich und umfassend. Im Jahr 2007 wurden zugleich mit dem 50jährigen Jubiläum der Staatsgründung Ghanas 50 Jahre erfolgreiche deutsch-ghanaische Beziehungen in allen Bereichen gefeiert. Diese Jubiläen fanden 2007 und 2008 ihren Niederschlag in einem besonders regen Besucheraustausch auf höchster und hoher Ebene. Die deutsch-ghanaischen Beziehungen werden auch nach dem Anfang Januar 2009 erfolgten Wechsel im Präsidentenamt (John Evans Atta Mills/NDC löste John Kufuor/NPP ab) ihre besondere Qualität behalten. Einen wichtigen Beitrag zum politischen Ansehen Deutschlands in Ghana leisten die zahlreich vertretenen Durchführungsorganisationen der Entwicklungskooperation, die in Ghana tätigen politischen Stiftungen wie auch die Kirchen.

Neben den traditionell engen entwicklungspolitischen Beziehungen gewinnt seit einigen Jahren immer mehr der Bereich „Friedenssicherung/Krisenprävention“ an Bedeutung. Deutschland hat Ghana durch die Etablierung des Kofi Annan International Peace Keeping Training Center im Jahr 2004 ein wirksames Instrument an die Hand gegeben, für friedenserhaltende VN-Missionen vorgesehene Soldaten wie neuerdings auch Polizisten aus Ghana und anderen Ländern fachlich auszubilden. Darüber hinaus unterstützt Deutschland Ghana beim Aufbau eines Pionierregiments als Teil der vorgesehenen AU/ECOWAS Eingreiftruppe.

Deutschland ist nach Großbritannien das zweitwichtigste Reiseziel der Ghanaer in Europa. Dies liegt auch an der mit 50.000 relativ großen Zahl in Deutschland lebender Ghanaer. Ghana schätzt Deutschland als hoch entwickeltes und international politisch einflussreiches Land wie auch als bedeutenden entwicklungspolitischen Partner. Gemessen an demokratischen Grundsätzen, guter Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Menschenrechte und innerer Stabilität ist Ghana für Deutschland ein Modellland in Afrika. Ghana ist seinem guten Ruf als demokratisch gefestigtes Land auch bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Dezember 2008 gerecht geworden.

Entwicklungszusammenarbeit

Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana sind folgende Bereiche:

  • Dezentralisierung
  • Landwirtschaft
  • Privatsektorentwicklung

Zudem gehört Deutschland zu einer Gruppe von 11 Gebern, die gemeinsam Budgethilfe leisten und eine führende Rolle in der aus Gebern zusammengesetzten Kontrollgruppe spielen.

Das Gesamtvolumen der Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana beläuft sich seit 1961 auf 1.060,1 Millionen Euro. Für den Zweijahreszeitraum 2007/2008 wurden 53 Millionen Euro für Projekte und Programme in diesen Schwerpunktbereichen zugesagt. Für das laufende Jahr 2009 und die beiden Folgejahren 2010 und 2011 werden im Dezember 2009 Regierungsverhandlungen zwischen Ghana und Deutschland zur Entwicklungszusammenarbeit stattfinden.

Neben Projekten und Programmen der Finanziellen Zusammenarbeit (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und der Technischen Zusammenarbeit (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) arbeiten rund 35 Entwicklungshelfer des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) und 23 Integrierte Experten im Rahmen des CIM-Programms (Centrum für internationale Migration und Entwicklung) in Ghana. Seit Anfang 2008 ist auch die Deutsche Entwicklungsgesellschaft (DEG) in Ghana vertreten. Darüber hinaus sind vier politische Stiftungen in Ghana tätig (Friedrich-Ebert-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung, Hanns Seidel-Stiftung und Friedrich-Naumann-Stiftung).

Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen zwischen Ghana und Deutschland werden hauptsächlich vom seit über 40 Jahren aktiven Goethe-Institut gepflegt. Die Aktivitäten reichen von dem breitgefächerten Sprachunterrichtsprogramm über Bildende Kunst, Musik, Tanz, Literatur und Film bis hin zu gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Themen. Vor Ort aktiv sind auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD - Austausch von Studenten und Dozenten, Förderung der deutschen Sprache), die Deutsche Welle, die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und die kirchlichen Missionen, deren Aktivitäten schwerpunktmäßig in den Bereichen Bildung und Gesundheit liegen. Die deutsche Botschaft widmet sich dem Kulturerhalt und zahlreichen Stipendien- und Weiterbildungsangeboten. Im Rahmen der Partnerschulinitiative des Auswärtigen Amtes wird die in Accra gelegene Achimota-Oberschule unterstützt. Dort wurde am 25. März 2009 ein aus Deutschland finanzierter Deutsch-Pavillon eingeweiht.

Fußball ist außerordentlich populär in Ghana. Viele ghanaische Fußballspieler spielen bei deutschen Vereinen. Absoluter Höhepunkt war die Teilnahme Ghanas an der Fußball-WM 2006 in Deutschland, die neben dem guten Abschneiden der Black Stars als bestem afrikanischem Team zu sehr viel Enthusiasmus und Sympathie in beiden Ländern füreinander geführt hat.

Deutschland unterstützt das Frauenfußballteam Ghanas, die „Black Maidens“ auf ihrem Weg zu einer möglichen Teilnahme an der Frauenfußball-WM in Deutschland im Jahr 2011. Die „Black Maidens“ waren im September 2008 zu einer dreiwöchigen Trainingsreise in Deutschland.

Ghana entsandte zwei Fußballtrainer an die Sportschule des DFB in Hennef. Ein deutscher Tennistrainer führte Weiterbildungsmaßnahmen für ghanaische Verbände durch. Die Botschaft übergab zahlreiche Sportspenden an ghanaische Sportvereine und Schulen. In den letzten zwei Jahren fanden überdies Konzerte von ghanaischen, deutschen und französischen Hip-Hop-Musikern sowie ein Konzert eines französischen und deutschen Dirigenten mit dem Winneba Youth Choir, dem bekanntesten Chor Ghanas, statt.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Ghana und Deutschland

50 Jahre deutsch-ghanaische Beziehungen

Im Jahr 1957 trat Hermann Saam sein Amt in Accra als erster deutscher Botschafter in Ghana an. Bald darauf eröffnete die ghanaische Botschaft unter Botschafter Theodore Asare in der damaligen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland Bonn.

Vorsicht vor Internetbetrügern!

Der Internet- oder Vorauszahlungbetrug ist ein kriminelles Geschäftsmodell, das in letzten Jahren vermehrt auch von Ghana aus betrieben wird. Die Täter versenden Emails und suchen Internetbekanntschaften, die unter allerlei wirtschaftlichen oder humanitären Vorwänden aber auch durch das Vorgaukeln von Gefühlen finanziell ausgenommen werden sollen ...  

Entwicklungszusammenarbeit

Ghana ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Nützliche Links



Für diese Seite:


Impressum © 1995-2010 Auswärtiges Amt