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Landesflagge Ghana
Außenpolitik

Stand: März 2009

Gute Nachbarschaft

Ghana betreibt seit Jahren erfolgreich eine Politik guter Nachbarschaft, subregionaler Integration und panafrikanischer Ausrichtung.. Es lebt mit allen seinen Nachbarn in Frieden. Ein gutes Verhältnis besteht auch zur regionalen Vormacht, dem ebenfalls anglophonen Nigeria, das Ghana zu relativ günstigen Preisen mit Erdöl versorgt und im Lauf des Jahres 2009 auch Erdgas liefern soll.

Regionale Kooperation

Eine der außenpolitischen Prioritäten Ghanas ist die Stärkung der Kohäsion innerhalb der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS). Der Kommissionspräsident von ECOWAS, Ibn Chambas, ehemaliger stellvertretender Außenminister, ist Ghanaer. Präsident Kufuor verfolgte als ECOWAS-Vorsitzender im Jahr 2005 wie auch als Präsident der Afrikanischen Union 2007/2008 eine Politik des Ausgleichs und der Befriedung von Krisenherden in der westafrikanischen Region (Cote d'Ivoire, Liberia ) und erfuhr dafür regionale und internationale Anerkennung. Der frühere VN-Gneralsekretär, der Ghanaer Kofi Annan, spielte bei der Bewältigung der Krise in Kenia eine konstruktive Rolle. Ghana entsandte weltweit Soldaten zu Blauhelmmissionen, unter anderem nach Sierra Leone, Kongo, Libanon und nach Liberia. In Darfur/Sudan ist Ghana auch mit einer Polizeieinheit vertreten.

Vorbildfunktion

Ghana sieht sich als ein Modellland für Westafrika und für den gesamten Kontinent. Es verweist dabei auf einen über 16jährigen Demokratisierungsprozess mit bereits fünf als frei und transparent anerkannten Wahlen, auf den bereits zweimaligen gewaltlosen Übergang der Regierungsgewalt von der Regierung auf die Opposition (zuletzt Anfang Januar 2009) wie auch auf die allgemein anerkannte gute Regierungsführung, Presse- Meinungs- und Versammlungsfreiheit, die Umsetzung des Africa Peer Review Mechanism und die nachweisbar reformorientierte Politik. In der Tat zeichnet sich Ghana im afrikanischen Vergleich durch innere Stabilität und durch ein hohes Maß an Liberalität aus und hat somit eine Vorbildfunktion für die Region und den Kontinent.
Der Ende 2006 aus dem Amt geschiedene VN-Generalsekretär, Kofi Annan, ist Ghanaer.

Beziehungen zur EU

Ghana betrachtet die Europäische Union als Vorbild für die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) und den Euro als Muster für die angestrebte westafrikanische Gemeinschaftswährung. Die Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Kommission mit Ghana ist umfassend und genießt eine entsprechend hohe Wertschätzung. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union sind wichtige Abnehmer ghanaischer Exporte. Mitte Dezember 2007 wurde ein Interim-Economic Partnership Agreement (EPA) mit der EU unterzeichnet.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Ghana und Deutschland

50 Jahre deutsch-ghanaische Beziehungen

Im Jahr 1957 trat Hermann Saam sein Amt in Accra als erster deutscher Botschafter in Ghana an. Bald darauf eröffnete die ghanaische Botschaft unter Botschafter Theodore Asare in der damaligen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland Bonn.

Entwicklungszusammenarbeit

Ghana ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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