Gambia
Kultur- und Bildungspolitik
Stand: Oktober 2009
Angesichts einer Analphabetenrate von rund 60 Prozent liegt die größte Herausforderung für die Regierung in der Förderung des Primar- und Sekundarschulbereichs.
Lehrsprache an den Schulen ist Englisch, in den Sekundarschulen wird Französisch, in Koranschulen auch Arabisch als Fremdsprache angeboten. Einzige internationale Schule in Gambia ist die Ecole Française de Banjul.
Der weitere Aufbau der 1998 gegründeten "University of The Gambia" bleibt schwierig. Ein rudimentärer Lehrbetrieb wurde im Herbst 1999 aufgenommen, in Zusammenarbeit mit dem staatlich finanzierten "Gambia College", welches neben der Lehrer- und Krankenschwester- auch über eine Agraringenieursausbildung verfügt. Weitere Berufsbildungsinstitute sind eine Hotelfachschule und ein "Management Training Institute" für Verwaltungsberufe.
Der breiten und auch kommerziell verwertbaren Entfaltung kultureller Aktivitäten stehen die für ein Entwicklungsland typischen Probleme entgegen. Ein Engagement ist in der Regel nur mit finanzieller Hilfe von außen möglich. Musik und Kunsthandwerk sind in erster Linie auf den Tourismus ausgerichtet und leiden daher nicht unter Mittelknappheit.
Als Mitglied des Commonwealth sind die kulturellen Interessen des Landes darüber hinaus vor allem nach Großbritannien und den USA ausgerichtet. Der Islam hat im öffentlichen Leben seit der Machtübernahme Jammehs an Bedeutung gewonnen, bleibt aber in seiner Praxis weitgehend moderat und tolerant.
Hinweis
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