Fidschi
Beziehungen zwischen Fidschi und Deutschland
Stand: Dezember 2009
Diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Fidschi bestehen seit dem 1. August 1973. Deutschland hat keine Botschaft auf Fidschi. Zuständig ist die Botschaft in Wellington, Neuseeland.
Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sind wenig ausgeprägt. Deutschland importierte im Jahr 2007 Güter im Wert von 1,1 Mio. Euro und exportierte Erzeugnisse für 4 Mio. Euro (lt. Fiji Islands Bureau of Statistics/Stand Mai 2008). Deutsche Importe aus Fidschi sind überwiegend pflanzliche Produkte, fidschianische Importe aus Deutschland sind überwiegend Maschinen und Ausrüstungen.
Fidschi ist Standort einer beachtlichen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit Deutschlands mit der gesamten Region, die von dort in die pazifischen Inselstaaten ausstrahlt, aber auch in Fidschi selbst wirksam ist. Hauptpartner sind die politische Regionalorganisation Pacific Islands Forum (PIF), aus dem Fidschi allerdings Anfang Mai 2009 ausgeschlossen wurde, und der entwicklungspolitische Arm der Region, das Secretariat of the Pacific Community (SPC).
Seit Anfang 2009 arbeiten die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und das SPC gemeinsam in dem Regionalprojekt „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ zusammen. Die GTZ unterstützt drei ausgewählte Projektstaaten, darunter auch Fidschi, sowie das SPC insgesamt dabei, die Kapazitäten zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels und zur Vermeidung von Entwaldung zu stärken. Das Projekt, das einem regionalen Forstprojekt folgt, soll bis Ende 2012 abgeschlossen werden. Das Fördervolumen für die Gesamtlaufzeit beträgt 4,2 Mio. Euro.
Die Bundesrepublik Deutschland führt außerdem mit lokalen Partnern Kleinstprojekte in den Bereichen Infrastruktur, Schul- und Berufsausbildung sowie Gesundheit durch. Zur Zeit werden mehrereKleinstprojekte mit einem Gesamtvolumen von über 20.000 Euro durchgeführt. Unter ihnen befindet sich ein Projekt, das die Wasserversorgung einer Grundschule gewährleisten soll.
Immer mehr deutsche Touristen entdecken das Land als Reiseziel. Deutsche stellen nach den Briten das zweitgrößte europäische Touristenkontingent dar. Allerdings ist nach dem Militärcoup im Jahr 2006 die Anzahl der Touristen insgesamt zurückgegangen.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.