Eritrea
Beziehungen zu Deutschland
Stand: Oktober 2009
Eine große Zahl von Eritreern hat während des Unabhängigkeitskrieges von Äthiopien (1961 bis 1991) in Deutschland Zuflucht gefunden (etwa 25.000) und pflegt auch heute noch engen Kontakt mit der alten Heimat.
Obwohl ein großes Potenzial für enge Beziehungen zwischen Deutschland und Eritrea besteht, bleiben die deutsch-eritreischen Beziehungen seit dem Ende des äthiopisch–eritreischen Grenzkriegs (1998 bis 2000) weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Es gibt kaum Investitionen, rückläufigen Handel, kaum Tourismus und nur sporadischen Kulturaustausch, die Entwicklungszusammenarbeit wurde eingestellt. Dabei spielt auch eine Rolle, dass Eritrea von Deutschland mehr Unterstützung für seine Positionen im Grenzkonflikt mit Äthiopien erwartet. Eritrea hat in jüngster Zeit deutlich erkennen lassen, dass es eine Normalisierung und den Ausbau der Beziehungen zu Deutschland anstrebt.
Deutsche Nichtregierungsorganisationen (wie Hammer Forum, Eritrea Hilfswerk, Terra Tech und WUS – World University Service) sowie der Deutsche Olympische Sportbund sind in Eritrea aktiv. Die Wiederaufnahme bilateraler entwicklungspolitischer Aktivitäten wird derzeit geprüft. Die Deutsche Lufthansa fliegt seit 1993 ununterbrochen mehrmals pro Woche nach Asmara.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.