Dschibuti
Wirtschaft
Stand: März 2010
Wirtschaftslage
Dschibuti hat keine nennenswerten Bodenschätze. Die Landwirtschaft leidet unter Mangel an Wasser und fruchtbarem Land, die industrielle Produktion ist unbedeutend. Der tertiäre Sektor bestimmt mit rund 80 Prozentanteil am Bruttoinlandsprodukt das Wirtschaftsgeschehen. Wichtigste Bereiche für Dienstleistungen: Hafen, Verwaltung, stationiertes Militär, Eisenbahn. Das Wirtschaftswachstum 2009 betrug 6,5 Prozent (Schätzung), getragen insbesondere von Investitionen im Hafenbereich. Der neue Containerhafen in Doraleh wurde im Februar 2009 eingeweiht. Er ist der größte und modernste seiner Art in Ostafrika.
Der Bericht des Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen (UNDP) 2009 stuft Dschibuti anhand genereller Indikatoren für die menschliche Entwicklung an 155. Stelle (von insgesamt 182 Ländern) ein.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass die Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise weiterhin nur abgeschwächt auf Dschibuti durchschlagen. Es wird mit weiter wachsender Wirtschaft gerechnet. Seit September 2008 läuft ein neues Drei-Jahres-Programm für Wachstum und Armutsbekämpfung („Poverty Reduction and Growth Facility“), das mit dem IWF geschlossen wurde. Der IWF hält in diesem Zusammenhang die Umsetzung einer Reihe von Wirtschaftsreformen für nötig.
Die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Energie bleibt eine Herausforderung.
Außenhandel
Haupthandelspartner des Landes waren 2008 Somalia, Äthiopien, Jemen, Vereinigte Arabische Emirate und die Niederlande als Empfänger dschibutischer Ausfuhren. Dschibuti bezog seine Importe 2008 vorrangig aus Saudi Arabien, Indien, China, den USA und Malaysia. Haupteinfuhrgüter sind Nahrungsmittel, Erdölprodukte, die Genussdroge Khat/Qat sowie Maschinen und Fahrzeuge. Hauptausfuhrgüter sind neben Re-Exporten Häute, Felle und andere Viehzuchtprodukte. Dschibutis Außenhandel ist weiterhin defizitär.
Äthiopien wickelt rund 85 Prozent seines Außenhandels über den Hafen von Dschibuti ab. Dies bestimmt die bilateralen Beziehungen. Mit dem langfristigen Engagement der Gruppe „Dubai Ports International (DPI)“ im Hafen- und Flughafenmanagement verbindet sich die Hoffnung auf Ausbau Dschibutis zu einem regionalen Dienstleistungszentrum, flankiert von auf- und auszubauender Tourismusindustrie.
Hinweis
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