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Landesflagge Dschibuti
Außenpolitik

Stand: März 2010

Dschibuti bemüht sich als relativ kleines Land in schwierigem Umfeld am Horn von Afrika um eine neutrale Außenpolitik. Die Wahrung der eigenen Interessen wird durch Engagement in politischen und ökonomischen (Regional-)Organisationen gestützt.

Dschibuti unterstützt internationale Bemühungen zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika.

Wichtigster Nachbar ist das landumschlossene Äthiopien, das zur Abwicklung eines Großteils seines Außenhandels auf den Hafen Dschibuti angewiesen ist.

Im Juni 2008 wurde bekannt, dass Eritrea militärisch in dschibutische Grenzgebiete eingedrungen ist. Das Verhältnis zwischen beiden Ländern ist seitdem gespannt. Internationale Vermittlungsbemühungen sind bislang an der eritreischen Haltung gescheitert.

Dschibuti ist stark in Lösungsbemühungen des Somalia-Problems involviert.

Das Verhältnis zur ehemaligen Kolonialmacht Frankreich nimmt (sicherheits-)politisch und ökonomisch eine Sonderstellung ein. Dschibuti ist Sitz der größten französischen Militärbasis auf dem afrikanischen Kontinent. Frankreich war bislang der einzige EU-Mitgliedsstaat mit einer Botschaft in Dschibuti.

Dschibuti ist an einer Intensivierung der Beziehungen zu den Staaten der EU, dabei auch an einer Steigerung der bilateralen Hilfen interessiert. Die meisten EU-Staaten wickeln ihre Zusammenarbeit mit Dschibuti allerdings über multilaterale Maßnahmen ab. Außer dem französischen ist nur der bilaterale entwicklungspolitische Beitrag Italiens erwähnenswert. Schwerpunkte des EU-Engagements sind der Wasser- und Sanitärbereich sowie makroökonomische Unterstützung.

Die USA unterhalten in Dschibuti ihre einzige permanente Militärbasis in Subsahara-Afrika. Entsprechend groß ist das Interesse der USA an politischer und ökonomischer Stabilität des Landes, das sich unter anderem in besonderem Engagement in der Förderung sozialer Programme niederschlägt.

Dschibuti ist stark an einer Vertiefung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zur arabischen Welt, insbesondere zu den Golfstaaten, interessiert. Dschibuti nimmt an den Konferenzen der Arabischen Liga und der OIC (Organization of Islamic Conferences) teil. Dschibuti bleibt angesichts seiner besonderen Lage darum bemüht, ein Gleichgewicht zwischen seinen Beziehungen zu den Ländern der arabischen Welt und denen Afrikas zu wahren und ist auch Mitglied der Afrikanischen Union.

Dschibuti ist Sitz der "Intergovernmental Authority on Development" (IGAD). Dieser regionale Zusammenschluss von sieben Ländern am Horn von Afrika (neben Dschibuti Äthiopien, Kenia, Somalia, Sudan, Uganda und Eritrea, das allerdings seine Mitarbeit zur Zeit ruhen lässt) hat es sich zum Ziel gesetzt, durch verstärkte Zusammenarbeit Fortschritte in folgenden Bereichen zu erzielen: Ernährungssicherung und Umweltschutz, Frieden, Sicherheit und humanitäre Fragen, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Integration.



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