Startseite

Springe direkt zu: Seiteninhalt:, Zusatzinformationen:, Hauptmenü, Servicemenü, Suche


Landesflagge Dominica
Wirtschaftslage und Wirtschaftsstruktur

Stand: März 2010

Dominica gehört nach wie vor zu den wirtschaftlich schwächsten Staaten der östlichen Karibik. Die Wirtschaft des Landes hängt stark vom landwirtschaftlichen Sektor ab, in dem etwa 40% der Erwerbstätigen beschäftigt sind. Sie ist damit sehr verletzlich gegenüber Naturkatastrophen sowie internationalen Preisschwankungen. Der einbrechende Bananenexport, der für etwa 50% der Exporteinnahmen des Landes gesorgt hatte, hat die Stabilität der Wirtschaft erschüttert. Der Tourismussektor gewinnt zunehmend an Bedeutung. Zahlreiche Kreuzfahrtschiffe steuern Dominica an, zudem setzt das Land auf Ökotourismus. Allerdings ging die Zahl der Touristen in Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise von Januar bis September 2009 um 5,1% zurück. Wie viele andere Staaten der Region ist Dominica hoch verschuldet, wenngleich die Verschuldung zwischen 2003 und 2008 von 128% auf 87% des BIP zurückgeführt werden konnte. Auch die Arbeitslosigkeit ist hoch. 2007 und 2008 wurde Dominica von Hurrikans getroffen, die schwere Schäden im Landwirtschaftssektor und in der Infrastruktur verursachten - zusammen beliefen sich die Schäden auf etwa 35% des BIP.

Nachdem die Regierung 2003 begonnen hatte, strukturelle Reformen (u.a. im Steuersystem) umzusetzen, hat eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft eingesetzt. Seither wurde regelmäßig ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum erreicht. 2009 ging die Wirtschaftsleistung allerdings um 1,5% zurück.

Strukturell verfügt Dominica wie fast alle Staaten der Region nur über sehr begrenzte Möglichkeiten zur Diversifizierung seiner Wirtschaft. Durch die starke Exportabhängigkeit stellen die ausgelaufenen Präferenzregelungen im Handel mit der EU gerade für Dominica ein großes Problem dar. Daher wird die weitere Entwicklung der Handelsbeziehungen zur EU vor dem Hintergrund des im Oktober 2008 unterzeichneten Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (Economic Partnership Agreement, EPA) zwischen CARIFORUM und EU mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt.

Dominica setzt zur Verbesserung der Lage große Hoffnungen auf vertiefte regionale wirtschaftliche Integration, die insbesondere mit der Einrichtung der CSME (Caribbean Single Market and Economy) verbunden werden.

Dominica ist Mitglied der OECS (Organisation Ostkaribischer Staaten) und Mitglied der OECS-Währungsunion, die durch die ostkaribische Zentralbank (ECCB) koordiniert wird. Alle OECS-Staaten haben den EC-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel. Als Unterzeichner des Petrocaribe-Abkommens sowie als Mitglied von ALBA („Bolivarianische Alternative für die Völker unseres Amerika“) erhält Dominica Unterstützung durch Venezuela.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:

Nützliche Links



Für diese Seite:


Impressum © 1995-2010 Auswärtiges Amt