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Landesflagge Côte d'Ivoire
Beziehungen zu Deutschland

Stand: Oktober 2009

Politische Beziehungen

Die politischen Beziehungen zwischen der Republik Côte d’ Ivoire und der Bundesrepublik Deutschland sind traditionell freundschaftlich. Die Bundesregierung beobachtet die krisenhafte Entwicklung in Côte d' Ivoire mit Aufmerksamkeit und Sorge. Im Rahmen der EU wie auch bilateral engagiert sich Deutschland für eine zügige Umsetzung der in den Friedensvereinbarungen (zuletzt: Vereinbarung von Ouagadougou vom März 2007) vereinbarten Reformen sowie der in den einschlägigen Resolutionen des VN-Sicherheitsrats (zuletzt: Res. 1880 vom 30.07.2009) vorgesehenen Regelungen und Maßnahmen. Ministerpräsident Soro stattete Deutschland im Juni 2009 einen offiziellen Besuch ab, um die Bundesregierung über die aktuellen Entwicklungen in Côte d'Ivoire zu unterrichten und die Möglichkeiten für einen Ausbau der bilateralen Beziehungen zu erörtern.

Wirtschaftliche Beziehungen

Im Handelsaustausch mit Deutschland steht Côte d’ Ivoire in der Gruppe der schwarzafrikanischen Staaten bei den Einfuhren an dritter Stelle, bei den Ausfuhren an 11. Stelle. Die deutsche Einfuhr betrug 2008 wertmäßig rund 1 Mrd. Euro, die Ausfuhr nach Côte d' Ivoire 116 Mio. Euro.

Wichtigstes Einfuhrprodukt für Deutschland sind Erdölprodukte und Rohkakao. Im weiten Abstand folgen Südfrüchte und Kautschuk sowie Schnittholz. Die deutschen Exporte nach Côte d'Ivoire bestehen hauptsächlich aus chemischen Erzeugnissen, Maschinen und Fahrzeugen. Die deutschen Direktinvestitionen in Côte d' Ivoire spielen nach dem Ausbruch der Krise gegenwärtig keine große Rolle mehr, viele deutsche Unternehmen haben sich aus Côte d'Ivoire zurückgezogen.

Entwicklungszusammenarbeit

Ungeachtet der seit Jahren andauernden politischen Krise engagiert sich die Bundesrepublik Deutschland weiterhin mit beachtlichen Mitteln in der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit; dies weitgehend unter Einsatz lokaler Experten.

Deutschland ist eine der letzten wichtigen bilateralen Geber, auch wenn Côte d’ Ivoire nicht mehr offiziell als „Partnerland“ der deutschen Entwicklungszusammenarbeit eingestuft ist. Ende 2008 wurden noch einmal 11 Mio. Euro für die Fortsetzung zweier langfristig angelegter Projekte (Schutz des Tai-Nationalparks, HIV/Aidsbekämpfung) ausnahmsweise zugesagt.

Wichtigster Geber ist und bleibt die Europäische Union, die im 10. Europäischen Entwicklungsfonds für den Zeitraum 2008-2013 für Côte d’ Ivoire 218 Mio. Euro vorgesehen hat.

Kulturelle Beziehungen

Im Mittelpunkt der kulturellen Beziehungen steht die Spracharbeit, wobei die Sprachabteilung des Goethe-Instituts Abidjan eine wichtige Rolle spielt. Fast 500 Erwachsene nahmen 2006 an den dortigen Sprachkursen teil. 27 ivorische Fachberater betreuen – mit Unterstützung des Goethe-Instituts - die etwa 800 ivorischen Deutschlehrer im Lande. Rund 178.000 Schüler lernen Deutsch als zweite Fremdsprache. An der Universität Cocody (Abidjan) sind gegenwärtig rund 800 Deutsch-Studenten eingeschrieben. Das Goethe-Institut hat sich aufgrund seines Engagements in etlichen kulturellen Bereichen und seiner Unterstützung ivorischer Künstler und Projekte einen guten Ruf erworben. Es setzte seine Programm- und Spracharbeit auch in den Krisenjahren fort.

2008 wurde eine Partnerschaft zwischen der Universität Abidjan-Cocody und der Universität Bamberg im Bereich Geschichte begründet.

Mit der Teilnahme der Nationalmannschaft an der Fußball-WM in Deutschland im Juni 2006 ergaben sich zusätzliche Aspekte der Zusammenarbeit im Bereich und Umfeld des Sports. Der ivorische Sportminister und die Landesregierung Baden-Württembergs vereinbarten eine Zusammenarbeit zur Sportförderung. Im September 2006 nahm der ehemalige deutsche Fußballnationalspieler Ulrich Stielike seine Arbeit als Trainer der ivorischen Nationalmannschaft auf.



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Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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