Startseite

Springe direkt zu: Seiteninhalt:, Zusatzinformationen:, Hauptmenü, Servicemenü, Suche


Landesflagge Burundi
Beziehungen zu Deutschland

Stand: April 2009

Politische Beziehungen

Die deutsch-burundischen Beziehungen sind freundschaftlich und haben aufgrund der Kolonialpräsenz des Deutschen Reiches (1896-1916) eine lange Tradition. Deutschland war einer der ersten Partner der Entwicklungszusammenarbeit nach der Unabhängigkeit Burundi. Deutschland genießt als aufgrund seiner Verdienste für die Entwicklung Burundis einen guten Ruf. Die Beziehungen haben wegen der langjährigen politischen Instabilität seit 1993 an Intensität verloren. Die Botschaft Bujumbura musste im Dezember 1999 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Nachdem sich die Sicherheitslage nach den Wahlen von 2005 stark verbessert hatte, wurde 2006 die deutsche Botschaft wieder eröffnet.

Zentrales deutsches Interesse ist es, Burundi politisch und wirtschaftlich auf dem Weg der Versöhnung und des Wiederaufbaus zu unterstützen. Die Entwicklungszusammenarbeit wurde seit 2002 wieder neu belebt. Burundi unterstützt Deutschland in multilateralen Gremien und besonders bei seinem Wunsch nach einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Entwicklungszusammenarbeit

Die 2002 wieder aufgenommene Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf den Bereich Wasserversorgung, Wassermanagement und Abwasserentsorgung. Mittelfristig weitergeführt werden die begonnenen Maßnahmen zur Friedenssicherung und Reintegration von Flüchtlingen und Ex-Kombattanten sowie reproduktive Gesundheit und Bekämpfung von HIV/AIDSAIDS. In der ersten Phase ging es darum, mit einer schnellen Umsetzung von Maßnahmen den politischen Neubeginn zu unterstützen und so als Friedensdividende sichtbar zu machen. Zu den ersten Vorhaben gehörte ein Projekt zur HIV/AIDSAIDS-Bekämpfung und ein Vorhaben zur Unterstützung beim Wiederaufbau des Justizwesens. 

Maßnahmen zur Reintegration der zurückkehrenden Flüchtlinge wurden inzwischen stark ausgeweitet. Neu aufgenommen wurde 2008 die Unterstützung der burundischen Polizei, um die Sicherheit im Lande für die Bevölkerung zu erhöhen. 2007 hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Burundi mit knapp 17 Mio. Euro unterstützt, wobei der Wassersektor der Schwerpunkt der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit bildet. Das Wasserprojekt in Burundi ist das größte Wasserprojekt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und befasst sich besonders mit Wassermanagement.

Deutschland ist zudem der größte Geber im Bereich der Familienplanung.

Wirtschaftliche Beziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind gering. Die Einfuhren aus Burundi haben sich 2008 gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent auf rund 10 Mio. Euro, die Ausfuhren um sieben Prozent auf rund 12,8 Mio. Euro vermindert. Der deutsch-burundische Handel konzentriert sich auf den deutschen Import von Kaffee, neben Tee das wichtigste Exportgut Burundis. Deutschland ist einer der wichtigsten Abnehmer burundischen Kaffees. Nennenswerte deutsche Investitionen in Burundi gibt es nicht. Auch der Tourismus spielt kaum eine Rolle.

Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen sind durch den Bürgerkrieg seit 1993 stark zurück gegangen und haben nur einen geringen Umfang. Der Deutschunterricht wird wieder aufgebaut. Seit 1987 besteht in Bujumbura eine deutsch-burundische Freundschaftsgesellschaft.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Zusatzinformationen:



Für diese Seite:


Impressum © 1995-2010 Auswärtiges Amt